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Online-Seminar: Verein Natur und Technik gibt spannende Einblicke in die digitale Zukunft

27.08.2021: Best-Practice-Bespiele können bewährte Methoden und Praktiken sein, um Wege aufzuzeigen, wie man sich den ständigen Herausforderungen des digitalen Wandels stellen kann. MEDEA und BLok sind zwei solcher Beispiele, denen sich der Verein Natur und Technik am Mittwoch, 8. September, von 14 bis 16:30 Uhr in einer Online-Informationsveranstaltung widmet. Beide Medienkonzepte sind branchenübergreifend für die digitalisierte Arbeitswelt konzipiert. Mit dieser Veranstaltung sollen die Unternehmen und Berufsschulen, aber auch die Auszubildenden im Kreis Höxter erreicht werden. 

Schlagworte wie Digitalisierung, digitale Medien und digitaler Wandel sind schon lange allgegenwärtig, aber spätestens seit März 2020 hat sich gezeigt, wie groß die Notwendigkeit ist, hierin stetig zu investieren, ganz besonders im Bildungssektor sowie in die Aus- und Weiterbildungsbereiche. „Allerdings sind digitale Entwicklungen so kontinuierlich und schnelllebig, dass die konkrete Umsetzung in der alltäglichen Praxis insbesondere für viele Unternehmen oftmals eine enorme Herausforderung darstellt“, erklärt Petra Spier, Vorsitzende des Vereins Natur und Technik. Um dem dennoch gerecht zu werden, müsse ein grundsätzliches Umdenken in allen Arbeitsbereichen stattfinden, so dass digitale Veränderungen von allen Beteiligten gemeinsam getragen werden. „Dann kann der richtige Einsatz digitaler Medien zu einer erhöhten Flexibilität und Effizienz führen, die ein Unternehmen langfristig wettbewerbsfähig und es in der Konsequenz für den Nachwuchs und Fachkräfte attraktiv macht“, so Spier.

Ein Screenshot der Internetseite von 'Medea'.
Um digitale Kompetenz kümmert sich das Forschungs- und Beratungsprojekt MEDEA (Screenshot), das unter anderem vom Verein Natur und Technik bei der Online-Veranstaltung am Mittwoch, 8. September, vorgestellt wird.

Digitalisierung von Arbeitsprozessen

Bei MEDEA – das für Medienkompetenz, erfahrungsgeleitet und arbeitsintegriert steht – geht es vordergründig um die (neuen) Kompetenzen der Beschäftigten bei der Digitalisierung von Arbeitsprozessen. Unter dem Medienkompetenzbegriff ist hier das Handeln in einer konkreten Situation gemeint. Demnach sind Kompetenzen „nicht etwas das man 'hat', sondern etwas, das man in bestimmten Handlungssituationen 'zeigt',“ so Florian Gasch, der für die Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung (GAB) in München das MEDEA-Konzept mit entwickelte. Dieses zeigt einen Kompetenzrahmen mit 33 Kompetenzen auf, die für den fähigen Umgang mit digitalen Technologien als relevant erachtet werden. Somit gibt er eine Orientierung, wie es gelingen kann, digitale Medien und Technologien so in den täglichen Arbeitsprozess zu integrieren, dass sich dadurch auch der gewünschte Mehrwert entfalten kann. Dr. Barbara Burger, ebenfalls von der GAB in München, stellt das Konzept von MEDEA vor und gibt Anregungen, wie es in Unternehmen erfolgreich eingeführt werden kann. 

Online-Ausbildungsnachweis

Bei der Anwendung des zweiten Medienkonzepts kommen konkrete Medienkompetenzen zum Einsatz, wenn es heißt, den Online-Ausbildungsnachweis BLok in der dualen Berufsausbildung zu nutzen. Das Berichtsheft ist transparent und kann über alle Lernorte der Berufsausbildung hinweg eingesetzt werden. Ziel ist es, den Austausch zu fördern und damit die Kooperation zwischen betrieblichen Ausbildern, Berufsschullehrern, überbetrieblichen Ausbildern, sowie den Kammern zu stärken. Schnellere Abnahmeprozesse und Feedbacks an die Auszubildenden sind ebenso effizient wie deren Möglichkeit, den eigenen Entwicklungs- und Lernstatus digital zu dokumentieren. Über die konkrete Handhabung und die Vorteile gegenüber dem papierbasierten Berichtsheft informiert Andreas Ueberschaer, Produktmanager bei der BPS Bildungsportal Sachsen GmbH. 

Beide Medienkonzepte, MEDEA und BLok, wurden als Teil des Forschungsprogramms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Aufbauend auf diesem Forschungsprogramm wurde eine bundesweite Roadshow ins Leben gerufen, in der die Ergebnisse und Potenziale der verschiedenen geförderten Bildungsprojekte in die Breite gebracht und an das Ausbildungspersonal aus Betrieben, überbetrieblichen Bildungsstätten, Berufsschulen und Bildungseinrichtungen herangetragen werden. Zum Hintergrund des BMBF-Förderprogramms und der damit verbundenen Roadshow, berichtet Isabel García-Wülfing vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). 

Anmeldung bis zum 6. September 2021

Für die Informationsveranstaltung „MEDEA und BLok: Digitale Medienkonzepte in der Aus- und Weiterbildung“ kann man sich bis zum 6. September anmelden, die Teilnahme ist kostenlos. Als Videokonferenz-Tool wird Cisco Webex genutzt. Bei Fragen zur Veranstaltung hilft Dr. Marlen Ley gerne weiter, sie ist beim Kreis Höxter telefonisch (05271/965-3620) und per E-Mail (m.ley@kreis-hoexter.de) zu erreichen.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, sich online anzumelden, gibt es auf der Internetseite "Natur und Technik".