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Kreis Höxter ist auf Winter vorbereitet: Salzlager sind gut gefüllt

Die Salzlager des Kreises Höxter sind für den bevorstehenden Winterdienst prall gefüllt. Für die Wintersaison 2020/2021 sind rund 1.300 Tonnen Streusalz in den kreiseigenen Bauhöfen in Rolfzen und Warburg eingelagert. Zudem sind in Warburg zwei neue Bauhoffahrzeuge im Einsatz, die im Winter für den Räum- und Streudienst eingesetzt werden.

Dafür sind die Fahrzeuge mit Schneepflügen und Streuautomaten ausgestattet. Zudem verfügen sie über sogenannte Abbiegeassistenten: Das sind Kameras mit denen die Fahrer den sogenannten „Toten Winkel“ einsehen können. Im Sommer können die neuen Fahrzeuge zur Instandhaltung von Straßen sowie zur Pflege von Gehölzen und Grünflächen eingesetzt werden. Die Kosten der neuen LKW samt der nötigen Aufsatzstreuer belaufen sich auf insgesamt 620.000 Euro.

Für den Winterdienst auf den Kreisstraßen, für die der Kreis Höxter zuständig ist, stehen für zehn Streubezirke nun insgesamt acht kreiseigene Lastkraftwagen und zwei Fahrzeuge von beauftragten Unternehmen bereit. Auf den beiden Bauhöfen des Kreises Höxter in Rolfzen und Warburg arbeiten insgesamt 35 Mitarbeiter, die für die Instandhaltung von Straßen, die Gehölz- und Grünpflege und den Winterdienst sorgen.

Der Kreis Höxter setzt bei glatten Straßen ausschließlich Feuchtsalz ein. Mit einer neuen Gerätetechnik kann – je nach Temperatur und Fahrbahnverhältnissen – auch Feuchtsalz mit höheren Soleanteilen ausgebracht werden.

Damit wird nicht nur der Salzeinsatz deutlich reduziert. „Das angefeuchtete Salz haftet besser auf der Fahrbahn und wird nicht gleich vom nachfolgenden Verkehr von der Straße geweht. Außerdem taut das Eis beim Einsatz von Salzlösung schneller auf“, erklärt Lockstedt-Macke, Leiterin der Abteilung Straßen des Kreises Höxter.

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Rechtzeitig mit Auslieferung der neuen LKW konnte auch eine neu errichtete Fahrzeughalle am Bauhof Warburg in Betrieb genommen werden. Auf allzeit gute Fahrt auf den Kreisstraßen – auch bei kalten Temperaturen – hoffen: (v.r.) Heike Lockstedt-Macke (Leiterin der Abteilung Straßen Kreis Höxter), Michael Werner (Leiter des Fachbereichs Umwelt, Bauen und Geoinformationen Kreis Höxter), Reinhard Bobbert (Leiter Kreisbauhof Warburg), Klaus Schröder (ehemaliger Leiter Kreisbauhof Warburg) und Maximilian Kleibrink (Leiter Kreisbauhof Rolfzen). Foto: Kreis Höxter


Die Salzlösung wird in speziellen Soleerzeugern auf dem Bauhof hergestellt. „Unser Ziel ist es, eine hohe Verkehrssicherheit im Winter sicherzustellen“, sagt Michael Werner, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Bauen und Geoinformationen des Kreises Höxter. „Dabei achten wir sorgsam darauf, die Kosten und die Umweltbelastungen zu senken. Das Salz für die Kreisstraßen beschafft der Kreis Höxter gemeinsam mit weiteren Kommunen und dem Landesbetrieb Straßen NRW, der für Betreuung von Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen zuständig ist. Durch die gemeinschaftliche Ausschreibung in dieser Größenordnung können wir ebenfalls erhebliche Preisvorteile erzielen.“

Die Mitarbeiter der Bauhöfe haben im Winter besonders viel zu tun und arbeiten deshalb im Schichtdienst. Schon in der Nacht ist der Wetterbeobachter dran, seine Schicht beginnt zwischen 2 und 3 Uhr. Er prüft die Straßenverhältnisse und entscheidet, ob ein Winterdienst-Einsatz erforderlich ist. Ist das der Fall, alarmiert er die Bauhofmitarbeiter, die Bereitschaft haben. Diese starten dann vom Bauhof aus mit ihrem Räum- und Streufahrzeug zur festgelegten Tour durch ihren Streubezirk.

Die Bauhofmitarbeiter sorgen mit ihren Einsätzen im Winterdienst nach besten Kräften für die Befahrbarkeit der Kreisstraßen von 6 Uhr bis 22 Uhr. Dennoch gilt für die Verkehrsteilnehmer der Grundsatz, ihre Fahrweise den Straßenverhältnissen stets anzupassen und ihr Fahrzeug entsprechend vorzubereiten. Hilfreich ist es für die Kreismitarbeiter auch, wenn beim Parken in engen Ortsdurchfahrten an die überbreiten Winterdienstfahrzeuge gedacht wird.

Bauhöfe des Kreises unter neuer Leitung
Nach 36 Jahren als Leiter des Bauhofs Warburg ist Klaus Schröder am 31. Juli 2020 in den Ruhestand eingetreten. „Klaus Schröder war eine echte Instanz und hat den Bauhof in Warburg mit großer Leidenschaft geführt. Wir danken ihm sehr für die vielen gemeinsamen Jahre“, sagt Fachbereichsleiter Michael Werner vom Kreis Höxter. Nachfolger von Klaus Schröder ist Reinhard Bobbert, der zuvor seit 2001 Leiter des Kreisbauhofs in Rolfzen war. Den Bauhof in Rolfzen wiederum leitet nun der 26-jährige Maximilian Kleibrink, der vor 10 Jahren beim Kreis Höxter als Auszubildender zum Straßenwärter seine Karriere begonnen hat. „Wir freuen uns sehr, dass wir die Bauhofleitungen so hervorragend besetzen konnten“, freut sich Fachbereichsleiter Werner.

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Die Bauhöfe des Kreises Höxter in Rolfzen und Warburg sind seit diesem Jahr unter neuer Leitung. Weil (Mitte) Klaus Schröder in den Ruhestand verabschiedet wurde, hat Reinhard Bobbert (r.) seine Nachfolge angetreten. Den Bauhof in Rolfzen leitet seit August Maximilian Kleibrink. Foto: Kreis Höxter.