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Für bessere Integration: Grundschulen und Offener Ganztag arbeiten enger zusammen

Eine neue, gemeinschaftliche Fortbildungsreihe hilft Grundschullehrkräften und Mitarbeitern im Offenen Ganztag dabei, Kinder aus neu zugewanderten Familien noch besser in den Schulalltag zu integrieren. Qualifiziert haben sich 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus acht Einrichtungen.

Organisiert wurde das Angebot von Jochen Behrens (Kommunales Integrationszentrum) und Petra Sonntag (Abteilung Bildung und Integration) vom Kreis Höxter, die sich mit der Schulaufsicht der Grundschulen und der Ganztagskoordinatorin abgestimmt haben.
Vertreten waren die Petrischule Höxter, die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Brakel, die Gemeinschaftsgrundschule Ottbergen, die Katholische Grundschule Willebadessen, die Städtische Gemeinschaftsgrundschule Steinheim, die Schule unter der Iburg Bad Driburg, die Gemeinschaftsgrundschule Dringenberg und die Schule am Nicolaitor Höxter.

Tandem Qualifizierung
Auf Einladung der Abteilung Bildung und Integration des Kreises Höxter nahmen 16 Lehr- und Betreuungskräfte aus acht Grundschulen an einer Qualifizierungsreihe teil. Ziel war es, den direkten Austausch zwischen beiden Gruppen zu fördern und so Herausforderungen wie etwa die Integration neu zugewanderter Kinder zu meistern. Kreisdirektor Klaus Schumacher (vorne r.) und Schulrat Hubert Gockeln (2. Reihe, r.) überreichten allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern Urkunden. Organisiert wurde die Veranstaltungsreihe von Petra Sonntag (3. Reihe, r.) vom Kreis Höxter. Foto: Kreis Höxter

Im Mittelpunkt stand der enge Austausch zwischen Grundschullehrkraft und dem Betreuer oder der Betreuerin des Offenen Ganztags. Zusammen bildeten beide in den Qualifizierungsveranstaltungen ein Tandem.

„Der direkte Draht zwischen Grundschule und Offenem Ganztag ist zum Wohle aller Kinder, da Lehr- und Betreuungskräfte sie zum Beispiel noch individueller fördern können“, erklärten Kreisdirektor Klaus Schumacher und Schulrat Hubertus Gockeln. „Neu zugewanderten Kindern kann dank der engen Zusammenarbeit von Lehrern und Betreuern der Start in Deutschland erleichtert werden.“

Inhaltlich ging es darum, der besonderen Herausforderung der Betreuung neu zugewanderter Kinder gerecht zu werden und die Teilnehmenden in dieser Arbeit zu unterstützten. Schwerpunktthema war hierbei die sprachliche Bildung der Kinder, die gewissermaßen ein Schlüssel für die gelingende Integration darstellt. Die Qualifizierung bestand aus insgesamt fünf Bausteinen, von denen der erste ganztägig und die weiteren halbtägig angesetzt waren.

Fachlichen Input gab es zu den Themen „Interkulturelle Kommunikation“, „Besondere Belastungen neu zugewanderter Kinder“, Grundlagen „Deutsch als Zweitsprache“, „Alphabetisierung von Kindern mit der Zweitsprache Deutsch, „Ansätze für eine alltagsintegrierten Sprachbildung im Ganztag“ und Grundlagen „Erzählkunst“.

Die Theorie wurde ergänzt durch den Praxisbericht eines erprobten Tandems einer Herforder Grundschule. Zudem konnten die Tandems auch ein eigenes Projekt zur Umsetzung an ihrer Schule entwickeln und direkt umsetzen. „Die Ideen sind da, nun müssen an manchen Stellen noch die strukturellen Voraussetzungen für die engeren Verzahnung von Grundschule und Offenem Ganztag geschaffen werden“, resümierte Petra Sonntag am Ende der Veranstaltungsreihe. „Der Wunsch aller Teilnehmenden, über diese Qualifizierungsmaßnahme hinaus im Austausch zu bleiben, zeigt bereits, dass sich hier etwas in Gang gesetzt hat.“


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