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Warntag NRW am Donnerstag, 6. September 2018, mit Sirenenprobealarm um 10.00 Uhr

Erstmalig wird in Nordrhein-Westfalen ein Warntag durchgeführt, an dem landesweit sämtliche Warnmittel erprobt werden sollen. Zu ungewohnter Zeit werden auch im Kreis Höxter am Donnerstag, 6. September 2018, um 10 Uhr die Sirenen aufheulen.

„Wenn die Kreisleitstelle das Signal zum Probealarm auslöst, werden 163 Sirenen in den Ortschaften des Kreises zeitgleich ertönen“, erklärt der Leiter des Fachbereichs Öffentliche Sicherheit beim Kreis Höxter, Matthias Kämpfer.

Mit dem Warntag NRW will das Land die Bevölkerung für die Bedeutung der Warnsignale und das Verhalten im Katastrophenfall sensibilisieren. Nach Erfahrungen mit Großbränden, Unwettern und anderen Großereignissen will das Land damit erreichen, dass die Bürgerinnen und Bürger im Ernstfall besser informiert sind, richtig reagieren und sich selbst helfen können.

Für die Menschen im Kreis Höxter ist das Heulen der Sirenen nichts Neues. Der Feueralarm wird in den meisten Ortschaften in regelmäßigen Abständen samstags getestet. „Diese Probealarmierung bleibt weiterhin bestehen“, betont der Leiter der Kreisleitstelle, Johannes Ritter. Schon viele Jahre testet die Kreisleitstelle daneben auch alljährlich die Warnsignale für den Katastrophenschutz (Dauerton und Heulton) im gesamten Kreisgebiet.

Ungewöhnlich ist jetzt, dass der Sirenenprobealarm am Warntag NRW erstmals an einem Wochentag durchgeführt wird. „Es soll sich niemand erschrecken“, sagt Kämpfer. „Deshalb möchten wir frühzeitig informieren.“

Am Donnerstag, 6. September, um 10:00 Uhr wird im Kreisgebiet ein einminütiger Dauerton ausgelöst. Um 10:03 wird eine Minute lang ein an- und abschwellender Heulton zu hören sein. Um 10:06 Uhr folgt erneut ein einminütiger Dauerton.

Was bedeuten die Warntöne?
Im Ernstfall fordert der an- und abschwellende Heulton die Bevölkerung dazu auf, sofort den lokalen Radiosender einzuschalten, um nähere Informationen und Verhaltenshinweise zu bekommen (z.B. Türen und Fenster zu schließen und im Haus zu bleiben). Sollte der Strom ausgefallen sein, kann ein Autoradio eingeschaltet werden. Bei einem realen Schadensereignis sollte das Radio ständig eingeschaltet bleiben, damit Meldungen über Veränderungen der Gefahrensituation schnell den betroffenen Personenkreis erreichen. „Beim Probealarm muss das Radio nicht eingeschaltet werden. Es ist nur wichtig zu wissen, was im Ernstfall zu tun ist“, betont Kämpfer. Der Dauerton signalisiert im Katastrophenfall Entwarnung. „Dann ist die Gefahrenlage beendet“, so Kämpfer. Dies würde auch über weitere Informationskanäle bekannt gegeben.

Vorreiterrolle: Flächendeckendes Sirenensystem
Der Kreis Höxter gehört zu den wenigen Kreisen im Land, die noch flächendeckend mit Sirenen ausgestattet sind. „Über diese Vorreiterrolle sind wir sehr froh“, sagt Kämpfer. Die in allen Ortschaften - meist auf Hausdächern - installierten Sirenen dienen in erster Linie der Alarmierung der Feuerwehr (mit einem von zwei Pausen unterbrochenen Dauerton). „Diese traditionelle Alarmierung haben wir stets beibehalten, weil sie sehr effektiv ist. Dadurch blieb über Jahrzehnte das bewährte Sirenensystem erhalten, das auch im Katastrophenschutz von großem Vorteil ist“, so Kämpfer. Es lässt sich schnell auszulösen und ist einfach zu verstehen. Während in vielen Regionen Deutschlands die Alarmsysteme nach dem Ende des kalten Kriegs abgebaut wurden, blieben im Kreis Höxter die meisten Sirenen auf den Dächern. Jetzt rüsten viele Regionen wieder nach. Denn es hat sich gezeigt, wie zweckmäßig dieses flächendeckende Signalsystem ist.

„Die Kreisleitstelle kann alle Sirenen im Kreis digital ansteuern“, sagt Johannes Ritter. Je nach konkreter Gefahrenlage können die Signale nur in einzelnen Ortschaften oder Stadtgebieten, aber auch im ganzen Kreis ausgelöst werden. „Können Gebiete durch Sirenensignale nicht erreicht werden, würden bei einer Großschadenslage Lautsprecherfahrzeuge eingesetzt“, nennt der Leitstellenleiter ein zusätzliches Instrument zur Warnung der Bevölkerung.

Warn-App NINA
Ein weiteres bundesweites Instrument zur direkten Warnung der Bevölkerung ist die Warn-App NINA. Wer die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes auf seinem Smartphone installiert hat, erhält wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder Großbrand, aber auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer. Auch über diese App wird am 6. September landesweit eine Probewarnmeldung versendet.

Land NRW: Warntag künftig jährlich
Laut Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen soll der landesweite Warntag künftig jährlich an jedem ersten Donnerstag im September stattfinden. Es sei wichtig, die Menschen mit den Warn- und Informationsmitteln vertraut zu machen, damit sie wissen, was die Warnsignale bedeuten und wie sie sich verhalten sollen, so das Land.


 


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