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Einstimmung auf Kreisfamilienfest mit Lesung und Kulturprogramm am 4. Mai in der Nieheimer Grundschule

Die familiären Hintergründe spielen für den Erfolg junger Menschen in der Schule und auf dem Arbeitsmarkt oft eine sehr große Rolle. So entscheiden sich Kinder, deren Eltern keine Akademiker sind, später ebenfalls seltener für ein Hochschulstudium – obwohl sie die Fähigkeiten dazu besitzen.

Der Talentförderer Suat Yilmaz möchte das ändern. Gemeinsam mit Kreisdirektor Klaus Schumacher diskutiert er am Freitag, 4. Mai, ab 18 Uhr in der Aula der Grundschule Nieheim darüber, wie der Bildungsaufstieg von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte gelingen kann.

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Suat Yilmaz: 1975 in Tercan in der Türkei geboren, kam Suat Yılmaz 1978 mit seiner Familie nach Oberhausen. Nach der Schule studierte er an der Ruhr-Universität Bochum und war danach in verschiedenen Funktionen in der Kinder und Jugendarbeit beschäftigt. Heute ist er stellvertretender Leiter des NRW-Zentrums für Talentförderung und der erste Talentscout an einer deutschen Hochschule. In der Nieheimer Grundschule wird er am Freitag, 4. Mai, mit Kreisdirektor Klaus Schumacher über Bildungsgerechtigkeit diskutieren. Foto: Westfälische Hochschule/ceci

„Wir brauchen dringend die versteckten Potenziale aller Kinder“

Die Veranstaltung wird vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Höxter organisiert und ist der Startschuss zum Kreisfamilienfest, das gemeinsam mit dem Nieheimer Familientag am Sonntag, 6. Mai, in der Nieheimer Innenstadt stattfindet.
„Wir brauchen dringend die versteckten Potenziale aller Kinder“, sagt Suat Yilmaz. Als stellvertretender Leiter des NRW-Zentrums für Talentförderung hat der Sozialwissenschaftler schon viele junge Menschen auf ihrem Weg an eine Hochschule begleitet. „Aufgrund des demografischen Wandels wird es höchste Zeit, unseren Nachwuchs zu fördern. Dies ist für den Erhalt unseres gesellschaftlichen Wohlstandes von großer Bedeutung“, sagt Suat Yilmaz.

Ein Schlüssel zum Erfolg sei die Motivation. „Man muss bei jungen Menschen Bilder im Kopf erzeugen und ihnen zeigen, wie ihr Leben aussehen könnte, wenn sie ihre Ziele engagiert verfolgen und zum Beispiel studieren. Dazu sind Vorbilder sehr wichtig“, so der Autor, der in Nieheim auch aus seinem Buch „Die große Aufstiegslüge“ vorliest.

Anschließend werden Suat Yilmaz und Kreisdirektor Klaus Schumacher über ihre persönliche Bildungsbiografie sprechen und die Frage diskutieren, wie das Potenzial junger Menschen noch besser gefördert werden kann. „Alle Kinder und Jugendlichen brauchen faire Chance, ihre individuellen Fähigkeiten zu entfalten. Das ist nicht nur wichtig für ihre persönliche Entwicklung, das ist auch wichtig für unsere Region“, sagt Kreisdirektor Schumacher.

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Kreisdirektor Klaus Schumacher: Klaus Schumacher wurde 1957 in Gladbeck geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum und schloss ein Ergänzungsstudium an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer an. Er arbeitete zunächst als Rechtsanwalt in Duisburg und war anschließend beim Landkreis Uecker-Randow in leitenden Positionen tätig. Von 1999 bis zu seinem Amtsantritt als Kreisdirektor 2013 war Klaus Schumacher mehr als 14 Jahre lang Erster Beigeordneter der Stadt Höxter. Foto: Kreis Höxter

Musikalisch wird der Abend von Zuhal Ünlü, Leiterin des Chors „Bizim Koro“ aus Paderborn. Zudem präsentiert Iman Tajik, der aus dem Irak geflüchtet ist und jetzt in Paderborn lebt, seine künstlerische Arbeit. Kristin Kieltsch, Poetry-Slammerin aus Stahle und Kulturpreisträgerin des Kreises Höxter, liest ebenfalls einen ihrer selbstgeschriebenen Texte vor. Außerdem wird die Ausstellung „Starke Frauen“ der Fotografin Claudia Warneke aus Höxter gezeigt. Umsetzung und Ton stammen von Madeline Sprock von „Madeye Films“ aus Höxter.

Die Moderation des Abends übernimmt Tahi Panahi, Künstlerin und Preisträgerin des Förderpreises 2016 des Kulturforums Warburg.


Auftaktveranstaltung Kreisfamilienfest 2018, 837 KB

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