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Landrat Spieker: „Brauchen Menschen mit Teamgeist und Mut zu neuen Ideen"

"Mitmachen lohnt sich". Das war die klare Botschaft von Landrat Friedhelm Spieker bei der Ehrung der Sieger des Kreiswettbewerbs „Unser Dort hat Zukunft“ im Bildungshaus in Vörden.

Und das bezog er keineswegs auf die Preisgelder, sondern auf den langfristigen Effekt der Dorfentwicklung.
Nach einem Rundgang durch Vörden, bei dem Bernadette Niemeier verschiedene Aspekte des Siegerdorfes vorstellte, sorgten der Schulchor und die Tanzsportgruppe für die musikalische und optische Einstimmung in die Feierstunde. Marienmünsters Bürgermeister Robert Klocke begrüßte die Gäste und machte keinen Hehl daraus, dass er stolz darauf sei, mit Vörden und Kollerbeck gleich zwei Orte aus seiner Stadt auf dem Siegertreppchen zu sehen. In diesem Jahr waren Ortschaften aus Beverungen, Höxter und Marienmünster zum Wettbewerb angetreten.

„Mein Herz schlägt für unseren ländlichen Kreis Höxter. Deshalb gehört die Siegerehrung des Dorfwettbewerbs für mich zu den schönsten Terminen im Jahr. Denn hier zeigt der ländliche Raum seine inneren und äußeren Stärken: ausgeprägten Gemeinschaftssinn, überragendes Engagement und hohe Lebensqualität.“ Landrat Friedhelm Spieker unterstrich gleich zu Beginn der Feierstunde in Vörden, welche Bedeutung er dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ beimisst.

„Ziel des Wettbewerbs ist es, Anreize für die weitere Entwicklung des ländlichen Raums zu geben und vorbildliche Beispiele zu präsentieren, von denen auch andere lernen können“, führte Spieker aus und wies darauf hin, dass zukunftsorientierte Ortschaften eine gute Verbindung von Tradition und Erneuerung schaffen. „Das ist ganz wichtig, wenn sie attraktiv für ihre Bewohnerinnen und Bewohner bleiben und neue hinzu gewinnen wollen. Hierzu bedarf es engagierter Menschen, die ihr Dorf lieben und weiterentwickeln, Menschen mit Teamgeist und Mut zu neuen Ideen, Menschen, die ihre Fähigkeiten einbringen und tatkräftig mit anpacken.“

Sein besonderer Dank galt deshalb an erster Stelle all den verdienten Menschen, die sich für ihren Lebensort einsetzen, für ihre Nachbarschaft, für ihre Dorfgemeinschaft – und „damit für unser Kulturland Kreis Höxter“, so Spieker. Der Wettbewerb biete die große Chance, sich mit den Schwächen und Stärken der Ortschaft auseinanderzusetzen und dorfspezifische Lösungen zu erarbeiten. „Gerade deshalb ist die Teilnahme für die erfolgreiche Zukunftsausrichtung eines Dorfes ein Riesengewinn.“ Mut zu neuen Ideen“

Strahlende Gesichter gab es nach der Siegerehrung durch Landrat Friedhelm Spieker (Mitte). Gerne versammelten sich die Vertreter der erfolgreichen Dörfer des Kreiswettbewerbs zum anschließenden Gruppenbild.

Der Kreisbewertungskommission unter dem Vorsitz von Heinrich Kemper sprach Spieker seinen Dank aus. Die Jury mit Brigitte Brand, Hans-Werner Gorzolka, Heinrich Kemper, Andrea Klädtke, Horst-Dieter Krus, Jürgen Nachtigal und Wolfgang Wiechers-Wenta hatte insgesamt 15 Ortschaften bereist und bewertet. Als Sieger war Vörden hervorgegangen, das nun das Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro in Empfang nehmen konnte. Vörden habe die Jury insbesondere mit dem „Bildungshaus“ beeindruckt, das Kindern Entwicklung und Lernen vom Kindergarten bis zur Grundschule in einer vertrauten Umgebung mit vielen Rundumangeboten ermögliche. Nicht umsonst wurde die Feierstunde in der Aula der Grundschule ausgerichtet.

Den zweiten Preis in Höhe von 1.500 Euro erhielt Kollerbeck. Die Ortschaft punktete mit der gelungenen Umnutzung der ehemaligen Grundschule als Familienzentrum mit Kindergarten, Haus der kleinen Forscher und Musikschule und des ehemaligen Lehrerwohnhauses als Domizil für die musikschaffenden Vereine. Die Jury hob besonders die erhebliche Eigenleistung und die sogar prämierte Klimaschutzinitiative hervor. Über 1.000 Euro als dritten Preis konnte sich Amelunxen freuen, das sich als gut organisiertes und leistungsfähiges Dorf präsentiert habe. Die Dorfwerkstatt habe unter dem Motto „Lebendiges Amelunxen“ ein Faltblatt mit Informationen vor allem für Neubürger erarbeitet. 

Kreissieger früherer Jahre können in den beiden Wettbewerbsperioden nach ihrem Sieg keine Siegerpreise einheimsen. Dafür können sie sich um eine Urkunde in einer Sondergruppe bewerben. Erfolgreich in dieser Wettbewerbssparte war die Ortschaft Godelheim, der Kreissieger des Jahres 2012. Außerdem wurden Sonderpreise in Höhe von 300 Euro für Ortschaften verliehen, die sich in einzelnen Bewertungsbereichen durch herausragende Leistungen ausgezeichnet haben. Dazu gehörte Würgassen im Bewertungsbereich "Konzeption und deren Umsetzung". Nach einer Stärken-/Schwächen-Analyse wurde ein Dorfentwicklungsplan erstellt, der seit dem Jahr 2000 konsequent umgesetzt und fortgeschrieben wird. 
Bredenborn überzeugte die Jury durch seine handwerkliche Prägung, die nicht nur für Arbeitsplätze im Ort sorgt, sondern auch unternehmerische Eigeninitiative fördert. Beispielhaft hob die Jury die Ausstellung „Bauform" hervor, die mehrfach vom Maurer- und Handwerkerverein in der vereinseigenen Dorfhalle durchgeführt wurde. Hohehaus glänzte durch herausragende Leistungen im Bewertungsbereich "Soziales und kulturelles Leben". Die Ortschaft stehe beispielhaft für eine funktionierende Dorfgemeinschaft mit hoher Lebensqualität für Jung und Alt, verbunden mit einer besonders deutlich spürbaren Herzlichkeit.

Godelheim war besonders überzeugend im Bewertungsbereich "Baugestaltung und Entwicklung" und beeindruckte die Jury durch den Erhalt des Bauensembles im Umfeld der Kirche. Hervorzuheben seien der Umbau und die Renovierung des Pfarrheimes unter Einbeziehung von Kindergarten, Bibliothek und Pfarrbüro. Die zukunftsorientierte Umnutzung von ehemaliger Grundschule und Kindergarten zur „Neuen Mitte Godelheim“ setze aus Sicht der Kommission Zeichen.

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