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Jugendamt sucht Pflegefamilien: Gasteltern werden intensiv betreut

„Damit sich ein Kind psychisch und physisch gut entwickeln kann, braucht es verlässliche Beziehungen. Es sollte möglichst die Sicherheit und Geborgenheit einer Familie erleben können“, sagen Marianne Brauer und Kerstin Moser vom Projekt Begegnung. Sie suchen in Kooperation mit dem Kreis Höxter Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche.

„Pflegefamilien auf Zeit können bei der Erbringung von Jugendhilfeleistungen für Kinder und Jugendliche, aber auch deren Herkunftsfamilien, ein starker Partner sein“, sagt Jugendamtsleiter Gerhard Handermann vom Kreis Höxter. Deshalb auch die enge Zusammenarbeit mit der Projekt Begegnung gGmbH aus Holzminden. „Wenn wir feststellen, dass Hilfe außerhalb der betroffenen Familie erforderlich wird, bieten Pflegefamilien eine wichtige Alternative im Handlungsspektrum des Jugendamtes.“

Der Kreis Höxter und Projekt Begegnung setzen weiter auf eine gute Zusammenarbeit, um älteren Kindern und Jugendlichen in einer schwierigen Lebenssituation weiterzuhelfen (von links): Jugendamtsleiter Gerhard Handermann, Margret Thiele, Leiterin der Abteilung Beratung von Familien und Jugendlichen, mit ihrer Mitarbeiterin Katharina Stapelbroek sowie die beiden sozialpädagogischen Fachkräfte Marianne Brauer und Kerstin Moser vom Projekt Begegnung und Dorit Flore als stellvertretende Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, der diese Kooperation unterstützt.

„Wichtig ist die enge Zusammenarbeit vom Allgemeinen Sozialen Dienst des Kreises Höxter mit Projekt Begegnung und den Herkunftsfamilien der betroffenen Kinder“, weist Handermann auf die Besonderheiten dieser Kooperation hin, die nun verlängert wurde. „Der Jugendhilfeausschuss ist von der Notwendigkeit dieses Angebots überzeugt und freut sich, dass die Zusammenarbeit fortgeführt wird“, sagt Dorit Flore, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses.

Um den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen entsprechen zu können, strebt das Gastelternprojekt ein möglichst breit gefächertes Angebot an Pflegeeltern an. „Wir suchen Menschen mit dem Herz am richtigen Fleck“, sagt Marianne Brauer, sozialpädagogische Fachkraft von Projekt Begegnung. Voraussetzung sei eine stabile Lebenssituation und Freude an der verantwortungsvollen Aufgabe, häufig stark belasteten Kindern und Jugendlichen ein sicheres und liebevolles Zuhause zu geben. „Um ein Gastkind aufnehmen zu können, muss man keine pädagogische Berufsausbildung haben“, erklärt sie. Grundsätzlich können verheiratete, nicht verheiratete Paare, gleichgeschlechtliche Paare aber auch Einzelpersonen, mit oder ohne eigene Kinder, diese Aufgabe übernehmen. 

„Die Voraussetzungen sind oft günstiger, wenn in den Pflegefamilien Vater und Mutter als Rollenvorbilder für das Kind zur Verfügung stehen“, erklärt Brauer, „aber nicht jedes Kind braucht alle Funktionen einer Familie.“ Je nach Alter, Biografie und aktueller Lebenssituation seien unterschiedliche "Familien"-Konzepte denkbar. „Solche, bei denen es um Elternersatz geht, bei denen die Erziehung im Vordergrund steht, und wieder andere, bei denen sich eher ein freundschaftliches Verhältnis anbietet.“ Grundvorsetzung sei aber vor allem, dass die Pflegefamilien bereit seien, sich auf das Kind oder den Jugendlichen einzulassen, um mit ihm den Weg gehen zu können, der zur besten Lösung führe. 

Die Erfahrung habe gezeigt, dass oftmals Familien geeignet sind, deren eigene Kinder schon aus dem Haus sind. „Hier liegen entsprechende Erfahrungen mit Erziehungsaufgaben vor und außerdem haben diese Menschen die Kraft und den Willen, sich noch einmal einer neuen Herausforderung zu stellen.“ Ganz wichtiger Teil der Arbeit von Projekt Begegnung ist die intensive Begleitung der Maßnahme. Die Pflegefamilien werden durch sozialpädagogische Fachkräfte gründlich geschult und begleitet, zudem erhalten sie Unterstützung durch individuelle Beratung, Pflegeelternabende und Fortbildung; nicht zu vergessen die angemessene Vergütung.

Nähere Informationen gibt es bei Marianne Brauer und Kerstin Moser von Projekt Begegnung unter der Telefonnummer 05531 / 7787 oder per E-Mail unter „gastfamilien@projekt-begegnung.de