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Ostergruß von Landrat Friedhelm Spieker

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
Ostern 2020 wird uns immer im Gedächtnis bleiben. Denn wir werden die Osterfeiertage völlig anders verbringen, als wir es bisher gewohnt sind: Gottesdienste, Veranstaltungen, Osterfeuer und Urlaubsreisen sind abgesagt. Selbst unser Familienleben unterliegt Einschränkungen! Gerade weil Ostern ein ausgeprägtes Familienfest ist, möchte ich dringend an Sie alle appellieren, sich unbedingt auch über die Feiertage an die Vorgaben zu halten. Nur so können wir es gemeinsam schaffen, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus wirksam einzudämmen.

Ich weiß, dass wir alle vor eine große Geduldsprobe gestellt werden. Ist es doch ein schöner Brauch – gerade bei dem prognostizierten Sonnenschein – wenn die Enkelkinder im Garten herumlaufen, um bunte Eier zu suchen. Aber wir sind angehalten, Kontakte zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren und unseren Umgang möglichst auf die Angehörigen zu beschränken, die mit uns im Haushalt leben. Die Experten raten von Familienbesuchen und Treffen mit Freunden dringend ab! Auch ich habe jetzt schon seit vier Wochen unseren elf Monate alten Enkel nicht mehr auf den Arm nehmen können. Eine Pandemie kennt keine Feiertage: Es gilt also, Ansteckungsmöglichkeiten zu verhindern und Menschen mit zusätzlichen Gesundheitsrisiken besonders zu schützen.

Ostergruß Landrat Friedhelm Spieker
Landrat Friedhelm Spieker bittet die Bürgerinnen und Bürger aus dem Kreis Höxter, sich auch über die Osterfeiertage an die vorgesehenen Einschränkungen zu halten. Foto: Kreis Höxter

Wir haben das große Glück, dass wir in unserem ländlichen Kreis trotz der Einschränkungen die Natur genießen können und viel Raum haben, um Abstand zu halten. Die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist im Kreis Höxter nach wie vor überschaubar, auch wenn wir leider einen Todesfall zu verzeichnen hatten. Laut Experten haben wir jedoch den Höhepunkt der Verbreitung in Deutschland noch nicht erreicht. Deshalb bleibt die Lage ernst. Es wächst aber auch die Anzahl der Genesenen, das macht Mut. An dieser Stelle danke ich Ihnen allen für den großen Zusammenhalt und die gezeigte Solidarität. Zahlreiche Projekte zur Nachbarschaftshilfe im gesamten Kreisgebiet machen mich stolz. Es zeigt mir, dass wir im Kulturland Kreis Höxter aufeinander aufpassen – uns ist es nicht egal, was mit unseren Nachbarn geschieht, wir helfen einander! Vielen herzlichen Dank dafür!

Auch wenn schon darüber diskutiert wird, wann und wie Lockerungen wieder möglich sein können. Derzeit sind die drastischen Einschränkungen noch unbedingt notwendig, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen und unser Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Viele tausend Menschen setzen sich bei uns im Kreis Höxter dafür ein, um die weitere Ausbreitung einzudämmen, die Grundversorgung zu gewährleisten und unsere Sicherheit aufrechtzuerhalten. Diesen engagierten Menschen, die sich bis an die Grenzen ihrer Kraft für uns alle einsetzen, gilt unser aller Respekt. Und ebenso den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die sich auf vielfältige Weise für ihre Mitmenschen einsetzen.

Die getroffenen Maßnahmen schränken nicht nur das soziale und kulturelle, sondern vor allem auch das wirtschaftliche Leben auf eine bislang nicht gekannte Art und Weise ein. Wir haben mehr als 6.000 kleine und mittlere Unternehmen im Kreis Höxter, die bisher sichere Arbeitsplätze gestellt haben. Viele Betriebe mussten kurzfristig vorübergehend schließen und/oder Kurzarbeit anmelden. Um die damit verbundenen, enormen Belastungen abzufedern, haben der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen eine Reihe von Programmen zur Unterstützung von Betrieben, Selbständigen und Beschäftigten aufgelegt. Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter steht ihnen beratend zur Seite.

Schauen wir alle gemeinsam mit Zuversicht in die Zukunft, auf die Zeit nach Corona. Wir alle wollen dann wieder in lebendigen, attraktiven Städten leben – mit vielfältigen Betrieben, Geschäften, Restaurants und Cafés. Nutzen Sie jetzt alle Möglichkeiten, unsere heimischen Betriebe vor Ort zu unterstützen, indem Sie lokale Bring- und Lieferdienste nutzen oder größere Einkäufe von Geräten oder Möbeln auf später verschieben, wenn die Einzelhändler vor Ort wieder voll und ganz für Sie da sind.

Ich bin in diesen Zeiten besonders froh, im ländlichen Raum zu leben, wo Nachbarschaftshilfe und Unterstützung noch etwas zählt und wo wir viel Platz haben, um den nötigen Abstand einzuhalten.

Bleiben Sie gesund.

Herzliche Ostergrüße
Ihr
Landrat Friedhelm Spieker