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Reger Austausch beim Netzwerk-Treffen im Steinheimer Möbelmuseum

Das Konzept des Netzwerktreffens der Kulturakteure ist einmal mehr aufgegangen. „Unsere stetig wachsende Runde beweist, dass wir auf einem sehr guten Weg sind“, freute sich Kreisdirektor Klaus Schumacher. Rund 60 Kulturakteure aus dem ganzen Kreisgebiet folgten der Einladung des Kulturbüros des Kreises Höxter und tauschten sich zu unterschiedlichen Themen aus.

Auch für das elfte Netzwerktreffen wurde mit dem Steinheimer Möbelmuseum wieder ein besonderer Veranstaltungsort ausgewählt. Johannes Waldhoff vom Förderverein führte seine Gäste durch die Ausstellung und gab einen interessanten Einblick in die erfolgreiche Geschichte der Steinheimer Möbelproduktion. „Der Qualitätsbegriff ‚Steinheimer Möbel‘ stand jahrzehntelang für höchste Ansprüche. Das waren schwere, massive Eichenmöbel mit reichem Schnitzwerk, die nach den Vorstellungen der vornehmen Kunden von den Meistern entworfen und als Einzelstücke gefertigt wurden. Diese Phase begann 1864 und endete 1914“, erläuterte er. Im Museum zeigte er zahlreiche Möbelstücke aus allen Epochen und Stilrichtungen.

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Das elfte Netzwerktreffen der Kulturakteure fand im Möbelmuseum Steinheim statt. Über die rege Beteiligung freuten sich (vorne, v.l.) Markus Lödige (Vorsitzender des Heimatpflege-, Kultur- und Umweltausschusses), Johannes Waldhoff, Kreisdirektor Klaus Schumacher und Kulturmanagerin Bernadett Walker. Zu Gast waren die Referenten (v.r.) Elias Schley vom Programmbüro „Dritte Orte“ und Dr. Katharina Hülscher von der Geschichtsmanufaktur Dortmund. Foto: Kreis Höxter


Bernadett Walker, Kulturmanagerin des Kreises Höxter, nutzte die Gunst der Stunde und warb noch einmal für den neuen Kulturfördertopf des Kreises Höxter. „Gefördert werden kleinere kulturelle Veranstaltungen und Projekte, die mit viel ehrenamtlichen Engagement im Kreis Höxter durchgeführt werden, mit maximal 300 Euro. Das können beispielsweise Theater-, Chor- oder Musicalaufführungen mit Kindern und Jugendlichen sein oder Kunstaktionen an denen sich neben Künstlern auch Schulen und Seniorenheime beteiligen“, erklärte sie. Die formlosen Förderanträge könnten zu drei Terminen im Jahr im Kulturbüro eingereicht werden: zum 1. März, zum 1. Juni und zum 1. Oktober.

Anschließend konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerktreffens in zwei Gesprächsforen zu unterschiedlichen Themen informieren. So erläuterte Dr. Katharina Hülscher von der Geschichtsmanufaktur Dortmund das Projekt „Werne up’n Patt“ des Stadtmuseums Werne. Dabei legte sie dar, wie Museen neue Besuchergruppen und Orte erschließen können und welche Herausforderungen dabei zu meistern sind. „Die Museumstür ist für viele Menschen eine gedachte Hemmschwelle. Wichtig sind deshalb Konzepte, die das Museum zu den Besuchern bringen“, erklärte sie und stellte eine Ausstellung des Stadtmuseums Werne zum Thema Mobilität vor, die in Schaufenstern von Geschäften in der Fußgängerzone stattfand.

Zudem wurde auch das neue Förderprogramm „Dritte Orte“ des Landes NRW erläutert. „Dritte Orte sind Plätze des Zusammentreffens und bieten Menschen die Möglichkeit der Begegnung mit Kunst und Kultur in ländlichen Räumen. Mit dem Förderprogramm soll sowohl die Entwicklung neuer konzeptioneller Ansätze für die kulturelle Infrastruktur im ländlichen Raum als auch deren Umsetzung gefördert werden“, sagte Referent Elias Schley vom Programmbüro „Dritte Orte“.

Zum Abschluss des Treffens nutzten viele Kulturakteure die Möglichkeit, sich bei einem gemeinsamen Imbiss zum Beispiel über neue Projekte auszutauschen.

Einladung zum Kunstmarkt
Bernadett Walker, Kulturmanagerin des Kreises Höxter, erinnerte beim Netzwerktreffen der Kulturakteure auch daran, dass vom 4. bis 6. Oktober 2019 zum ersten Mal ein Kunstmarkt in Höxter veranstaltet wird. Das Kulturbüro des Kreises Höxter und die evangelische Weser-Nethe-Kirchengemeinde Höxter bieten dabei unter dem Motto „KunstRaumKirche“ in der Marienkirche lokalen Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. „Zu sehen sind Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Grafik, Fotografie, Glaskunst, Skulptur und Bildhauerei. Ziel ist es, das kreative Potential der Region sichtbar zu machen, Einblicke in die lokale Kunstszene zu ermöglichen und Kunst im ländlichen Raum erlebbar zu machen“, so Bernadett Walker.

Weitere Bilder vom Netzwerktreffen in Steinheim
 


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