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Migration: Miteinander reden statt übereinander

Was macht unsere Gesellschaft aus und was macht uns stark? Wo wollen wir gemeinsam hin? Unter diesem Motto findet im Anschluss an den 9. OWL Integrationskongress am 23. Mai in Marienmünster ab 18.30 Uhr ein offener Bürgerdialog statt. Dabei stellt sich unter anderem die NRW-Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, den Fragen von Bürgerinnen und Bürgern.

Im Mittelpunkt des OWL-Integrationskongresses und des anschließenden Bürgerdialogs steht das Thema „Integration im ländlichen Raum“. Dabei sollen auch die Herausforderungen und Chancen für die ländliche Region bei der Einbindung von neu zugewanderten Menschen in Städte, Dörfer, Vereine und natürlich den Arbeitsmarkt diskutiert werden.

Viele Vereine und Organisationen leisten eine ausgezeichnete Integrationsarbeit

„Integration auf dem Land funktioniert unter anderen Voraussetzungen als in den großen städtischen Ballungszentren. Ich freue mich sehr, dass der Integrationskongress deshalb thematisch entsprechend aufgestellt wurde. Ich bin mir sicher, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele wichtige Impulse für ganz Ostwestfalen erarbeiten werden“, erklärt Landrat Friedhelm Spieker. „Der Kreis Höxter ist als Veranstaltungsort hervorragend geeignet. Viele Vereine und Organisationen leisten hier seit vielen Jahren eine ausgezeichnete Integrationsarbeit. Aber auch das alltägliche nachbarschaftliche Miteinander ist intakt. Genau damit kann der ländliche Raum bei der Eingliederung neu zugewanderter Menschen punkten.“

Der Kongress wird federführend vom Kreis Höxter organisiert, in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Bezirksregierung Detmold sowie dem Verein Initiative für Beschäftigung OWL.

Integrationskongress 2019
Freuen sich auf den 9. OWL Integrationskongress am 23. Mai 2019 in Marienmünster: (v. l.) Verena Weber, Anna Kröger (beide Kommunales Integrationszentrum), Janine Leifert (Initiative für Beschäftigung OWL), Michael Sternberg (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Landrat Friedhelm Spieker, Melike Yasaroglu (Freie Journalistin und Moderatorin), Frank Spannuth (Bezirksregierung Detmold), Seda Zouaoui (Bezirksregierung Detmold), Kreisdirektor Klaus Schumacher und Filiz Elüstü (Leiterin Kommunales Integrationszentrum des Kreises Höxter). Foto: Kreis Höxter

Am Vor- und Nachmittag des 23. Mai findet zunächst eine Fachtagung statt, auf der sich rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus vielen gesellschaftlichen Bereichen wie etwa Politik, Wirtschaft, Sozialverbänden und Verwaltung zu verschiedenen Themenbereichen austauschen. Dabei geht es unter anderem um die lokale Gestaltung von Sprachförderung, soziale Begleitung von Migranten, Chancen und Herausforderungen der Arbeitsmigration, Vernetzung und Fördermöglichkeiten, Integration durch Bildung oder die Stärkung des gesamtgesellschaftlichen Wir-Gefühls.

Renommierte Expertinnen und Experten werden mit Vorträgen und Diskussionsrunden das Thema Integration im ländlichen Raum erläutern. Darunter sind unter anderem Professor Dr. Andreas Zick, Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, oder Professor Dr. Ahmet Toprak, Erziehungswissenschaftler an der Fachhochschule Dortmund und Autor des Buches „Auch Alis werden Professor“. Daneben werden viele Menschen aus dem Kreis Höxter, die einst aus einem anderen Land zugewandert sind, von ihren Erfahrungen berichten.

Die Moderation der Fachtagung übernimmt die Freie Journalistin Melike Yasaroglu.

Für musikalische Untermalung des Programms sorgen der Interkulturelle Chor aus Höxter und der „Pianist in den Trümmern“ Aeham Ahmad. Er erlangte internationale Bekanntheit durch seine öffentlichen Auftritte 2014 und 2015 im Flüchtlingslager Jarmuk während des Bürgerkriegs in Syrien.

Alle Bürgerinnen und Bürger, die beim Thema Integration mitsprechen möchten, sind anschließend ab 18.30 Uhr zum offenen Wertedialog mit der NRW-Staatssekretärin für Integration, Serap Güler, eingeladen. Diese Veranstaltung ist Teil der Kampagne „#IchDuWirNRW“, mit der die Landesregierung den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken möchte und für positive Integrationsbeispiele wirbt. „Welche Werte sind uns heute wichtig? Wie wirkt sich Integration auf den ländlichen Raum aus? Darüber möchten wir ins Gespräch kommen“, sagt Staatssekretärin Güler. Weitere Wertedialoge werden in den kommenden Wochen und Monaten in verschiedenen Regionen Nordrhein-Westfalens stattfinden.


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