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Brenkhausen feiert Freigabe der Ortsdurchfahrt

Diesen Tag wird man in Brenkhausen so schnell nicht vergessen. Die offizielle Freigabe der voll ausgebauten Kreisstraße 18, die als Ortsdurchfahrt eine wichtige Verkehrsader für die Ortschaft darstellt, gestaltete sich zu einem denkwürdigen Ereignis. Dabei wurde zum ersten Mal bei einer Straßenfreigabe im Kreis Höxter eine Zeitkapsel in der Erde versenkt, wie man es sonst nur bei Hochbauten erlebt.

„Heute ist für Brenkhausen ein glücklicher Tag“, sagte Landrat Friedhelm Spieker, „für die Ortsgemeinschaft erfüllt sich ein lang gehegter Herzenswunsch.“ Wie nötig der Streckenausbau war, wüssten sicher viele noch aus eigener Erfahrung. Die Fahrbahn war in einem schlechten Zustand, die Witterung hatte ihr schwer zugesetzt, Längs- und Querrisse waren vorhanden. Die neue Straße hat nun eine Fahrbahnbreite von sechs Metern. Hinzu kommen Gehwege mit einer Breite von jeweils 1,50 Meter.

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Großer Bahnhof bei der Freigabe der für Brenkhausen so wichtigen Ortsdurchfahrt. Landrat Friedhelm Spieker (4. v.l.) und Höxters Bürgermeister Alexander Fischer (6. v.l.) zerschneiden das Band und geben damit ganz offiziell die Kreisstraße 18 für den Verkehr frei. Foto: Kreis Höxter

„Während der elfmonatigen Bauzeit war das Leben in Brenkhausen durch die streckenweisen Vollsperrungen, die Verlegung der Bushaltestelle, die Umleitungen und auch durch Baulärm und Staub sicherlich beeinträchtigt“, so Spieker. Deshalb sprach er allen seinen Dank für ihr Verständnis aus. „Ganz besonders danken möchte ich den Anliegern, die durch ihre bereitwillige Abgabe von Grund und Boden den Ausbau der Straße erst ermöglicht haben.“

Der Kreis Höxter hat – als zuständiger Straßenbaulastträger der Kreisstraße 18 – den frostsicheren Vollausbau der Fahrbahn innerhalb der Ortsdurchfahrt umgesetzt. Die Stadt Höxter hat im Zuge der Baumaßnahme die Gehwege entlang der Räuschenbergstraße und der Kreisstraße erneuert und die Einmündungen und Zufahrten an den neuen Zustand angeglichen. Zudem wurden die Bushaltestellen an der Straße barrierefrei umgebaut.

In zwei Abschnitten wurde die Baumaßnahme über eine Gesamtlänge von rund 1.100 Metern durchgeführt. Als erstes wurde der rund 550 Meter lange Abschnitt von der Einmündung der Trift in die Räuschenbergstraße bis zum Ortsausgang in Richtung Flugplatz ausgebaut. Anschließend erfolgte der Ausbau des zweiten Bauabschnittes auf einer Strecke von 530 Metern vom Ortseingang am Kreisverkehr bis zur Einmündung in die Mühlenstraße. Die Gesamtkosten der Baumaßnahme für den Kreis Höxter belaufen sich auf rund 1,7 Millionen Euro für beide Bauabschnitte. Davon wurden 1,1 Millionen Euro als Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen von der Bezirksregierung zur Verfügung gestellt.

Zeitkapsel für die Nachfahren

Bevor die Kreisstraße 18 mit dem symbolischen Durchschneiden des Bandes von Landrat Friedhelm Spieker und Höxters Bürgermeister Alexander Fischer ihrer Bestimmung übergeben wurde, kam es zu einer Premiere: Der für Brenkhausen zuständige Bezirksverwaltungsstellenleiter Johannes Hüls hatte sich dafür eingesetzt, für die Nachfahren eine Zeitkapsel mit Erinnerungen an den Tag der Verkehrsfreigabe in den Boden einzulassen.

Den kirchlichen Segen für die neue Straße erteilten Pastor Tobias Splittmann vom Pastoralverbund Corvey und Bischof Anba Damian vom koptischen Kloster. Dieser hatte seine Pressereferentin Daniela Rutica gebeten, der Zeremonie mit dem Anlegen eines Pharaonin-Gewandes eine besonders würdevolle Atmosphäre zu verleihen.

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Eine Premiere im Kreis Höxter. Zum ersten Mal wurde bei einer Straßenfreigabe eine Zeitkapsel in die Erde eingelassen. Mit Ideengeber Johannes Hüls (von links) freuen sich Bischof Anba Damian, Girgis Soliman, Höxters Bürgermeister Alexander Fischer, Pastor Tobias Spittmann, Landrat Friedhelm Spieker und die als Pharaonin gewandete Daniela Rutica. Foto: Kreis Höxter


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