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„Wir sind Juden aus Breslau“

Mit ihrem preisgekrönten Dokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau“ möchte die Berliner Regisseurin Karin Kaper die Erinnerungen von Zeitzeugen des Holocaust bewahren. Das Kommunale Integrationszentrum hat zahlreiche Vorführungen ihres Films für Schulklassen im Kreis Höxter organisiert und zu Diskussionsrunden mit der Filmemacherin eingeladen.

Insgesamt rund 400 Schülerinnen und Schüler von der Realschule Nieheim, der Gesamtschule Bad Driburg, der Gesamtschule Brakel und vom Berufskolleg Kreis Höxter in Brakel nahmen daran teil.

Kinofilm Juden Breslau
Im vollbesetzten Saal des Brakeler Kinos sahen 180 Schülerinnen und Schüler der Brakeler Gesamtschule den Dokumentarfilm „Wir sind Juden aus Breslau“. Regisseurin Karin Kaper (2. v. r.) und Rüder Gleisberg (r.) vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Höxter hatten für Schulklassen zahlreiche Vorführungen mit anschließender Diskussionsrunde organisiert. In Brakel beteiligten sich daran auch ( v. l.) Claus Dietrich (pensionierter Lehrer), Sandra Florsch (Schulleiterin Gesamtschule Brakel), Thomas Wirth (Kinobetreiber Brakel und Bad Driburg) und Eileen Bachmann (Lehrerin Gesamtschule Brakel). Foto: Kreis Höxter

„In einigen Jahren werden diejenigen, die die Schrecken des Nationalsozialismus noch selbst miterlebt haben, uns nicht mehr davon berichten können“, erklärt Karin Kaper. Deshalb hat sie Interviews mit 14 Überlebenden des Holocausts für ihre Dokumentation „Wir sind Juden aus Breslau“ aufgezeichnet. Einige von ihnen konnten nach der Machtübernahme Hitlers rechtzeitig fliehen, andere überlebten nur mit Glück das Konzentrationslager Auschwitz. Geführt wurden die Interviews von einer deutsch-polnischen Jugendgruppe.

Karin Kaper begleitet mit der Kamera auch, wie einige der Zeitzeugen wieder in ihre alte Heimat – das heutige Wrocław in Polen – reisen. „Mir ist es sehr wichtig, dass dieser Film gerade Jugendliche anspricht. Sie gestalten die Zukunft und können dazu aus der Vergangenheit lernen“, so Kaper. So nimmt ihr Film auch Bezug zur aktuellen politischen Situation in Polen und dem dort erstarkenden Nationalismus und Antisemitismus.

„Die Interviews mit den Zeitzeugen sind eine sehr wichtige Erinnerung an diesen furchtbaren Teil der Geschichte. Dank dieses Films werden sie für nachfolgende Generationen erhalten“, erklärt Rüdiger Gleisberg vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Höxter, der die Vorführungen mit initiiert hat.

Anlässlich des Internationalen Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus wird „Wir sind Juden aus Breslau“ am Mittwoch, 30. Januar, um 18 Uhr in Bad Driburger Kino erneut gezeigt.


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