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Ausstellung „Warnsignale häuslicher Gewalt“ als Weckruf

„Warnsignale häuslicher Gewalt erkennen und Handlungsmöglichkeiten nutzen“, so lautet das Thema der Ausstellung, die noch bis zum Freitag, 30. November 2018, in den Räumlichkeiten der Sparkasse Höxter in Brakel, Nieheimer Straße, während der allgemeinen Öffnungszeiten gezeigt wird.

Der Arbeitskreis „Gegen Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Höxter“ hat die Ausstellung anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums in den Kreis Höxter geholt und möchte damit das Tabuthema „Häusliche Gewalt“ erneut in den Fokus der Öffentlichkeit stellen.

Filialleiter Rainer Seck hat die Ausstellung „Warnsignale“ in den Räumlichkeiten der Sparkasse Höxter eröffnet. Aufgrund der Wichtigkeit der Thematik, was auch die Medienberichterstattung der vergangenen Tage gezeigt habe, freue er sich sehr, dass diese Ausstellung nun auch in Brakel gezeigt werden könne. Brakels Bürgermeister Hermann Temme sah hier ebenfalls ein klares Zeichen, dem gesellschaftspolitischen „Tabuthema“ entgegen wirken zu wollen. „Die ehrenamtliche Tätigkeit des Arbeitskreises ist daher mehr als lobens- und anerkennenswert. Diese Ausstellung trifft genau den Punkt und wird die Öffentlichkeit erneut für die Problematik sensibilisieren“, so Temme weiter.

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Wie wichtig das Thema ist, zeigte das große Interesse bei der Ausstellungseröffnung „Warnsignale häuslicher Gewalt“, die noch bis zum Freitag, 30. November, in den Räumlichkeiten der Sparkasse Höxter in Brakel zu sehen ist. Foto: Stadt Brakel

Gaby Böker, Sprecherin des Arbeitskreises und gleichzeitig Gleichstellungsbeauftragte beim Kreis Höxter weiß: „Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist – auch hier in Deutschland – ein allgemeines und auch gesellschaftliches Problem. Leider bleiben viele Opfer stumm und suchen keine Hilfe, sie wehren sich nicht oder oftmals viel zu spät.“ Sie erklärte, die Gründe hierfür seien vielfältig, denn Scham, Furcht vor der Zukunft oder auch Angst vor weiteren gewalttätigen Übergriffen hinderten die Opfer oftmals sich zu offenbaren. Die Ausstellung „Warnsignale“ solle dahingehend motivieren, über mögliche Gefährdungen in der eigenen Partnerschaft nachzudenken. Jeder solle aber auch sich selbst kritisch betrachten und fragen, ob er eine Gefahr für andere bedeute. Darüber hinaus informiere die Ausstellung auch über Hilfsmöglichkeiten für die Betroffenen.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung wurde auf Initiative der Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Höxter die blaue Fahne „Nein! zu Gewalt an Frauen!“ vor dem Brakeler Rathaus gehisst, sie soll ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt setzen. „Die direkte Verbindung zwischen Ausstellung und Fahne auf dem Marktplatz symbolisieren wegweisende Fußspuren, die beide Orte miteinander verbinden“, berichtete die Leiterin der Jugendfreizeitstätte, Ingrid Roland. Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Höxter, Claudia Pelz-Weskamp, rief im Namen der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Höxter dazu auf: „Wir alle – Frauen und Männer – sollten uns dafür einsetzen, dass sich Frauen und Mädchen im privaten und im öffentlichen Raum angstfrei bewegen können. Aufklärung, Strafverfolgung und die Notwendigkeit entsprechender Beratungsstellen müssen unbedingt gewährleistet sein.“

Gaby Böker erklärte abschließend: „Mit dieser Gemeinschaftsaktion, organisiert durch die Gleichstellungsbeauftragten und den Arbeitskreis gegen Gewalt soll ein Weckruf gesendet werden, denn Gewalt hat in unserer Gesellschaft keinen Platz. Niemand hat das Recht, Frauen zu bedrohen, zu schlagen oder sie sexuell zu belästigen. Nirgendwo und zu keiner Zeit.“


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