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Ausstellung von Susanne Siebrecht im Kreishaus Höxter

„Künstlerin – Entdeckerin – Forscherin nach Emotionen in Farbe“ – so beschreibt sich Susanne Siebrecht aus Lüchtringen selbst. Ihre eindrucksvollen Werke sind noch bis zum 30. November im Kreishaus in Höxter zu sehen. Landrat Friedhelm Spieker freute sich bei der Ausstellungseröffnung darüber, dass sie sich bewusst dazu entschieden hat, aus Ingolstadt in den Kreis Höxter zurückzukehren.

„Stimmungsbilder des Augenblicks“

Schon auf dem Weg vom Eingang im Kreishaus nach oben zur Aula konnten die Teilnehmer der Ausstellungseröffnung erahnen, dass sie etwas Besonderes erwartet. Drei Bilder von einem aktiven Vulkan machen deutlich, warum sich Susanne Siebrecht auch als „Entdeckerin“ bezeichnet. Denn die Eindrücke der feuerspeienden Schlote hat sie bei einem ihrer Besuche in Chile hautnah erlebt. Sie selbst bezeichnet ihre Bilder als „Stimmungsbilder des Augenblicks“. Am Anfang bestimme die leere Leinwand den Moment. Aufgefangen von Stimmungen, Emotionen, Tönen und Bildern würden die ersten Gehversuche zur Ideenfindung entstehen. Vom Nichts entwickelten sich nach und nach Formen, Strukturen, Abstraktes und Geschichten.

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Als Forscherin nach Emotionen in Farbe sieht sich Susanne Siebrecht aus Lüchtringen, die noch bis zum 30. November im Kreishaus in Höxter ihre Werke ausstellt. Landrat Friedhelm Spieker brachte seine Freude zum Ausdruck, dass sie ganz bewusst aus Ingolstadt zurück in den Kreis Höxter gekommen sei. Foto: Kreis Höxter

Bestimmt werden Siebrechts Werke von der Suche nach Harmonie, nach der Ausgewogenheit der Farben, Formen und Materialien. Als Beispiel dafür sah Landrat Spieker vor allem drei Bilder, „die uns in die farbintensive Welt nach Neuseeland entführen.“ Sie brächten gleichfalls zum Ausdruck, warum sich die Künstlerin auch als „Forscherin nach Emotionen in Farbe“ sieht. Man könne gut verstehen, was sie damit meine, dass mittels der Malerei ein partnerschaftliches Verhalten zwischen dem Unbewussten und ihrem Bewusstsein entstehe. Gleichfalls könnten die Betrachter ihre Neugier nachvollziehen, wie sich die Materialien verhalten, und auch ihren Mut, immer wieder Neues auszuprobieren, um ein Mehr an Möglichkeiten für die Interpretation von Emotionen zu ermöglichen, so Spieker.

Eine besondere Freude war es für Landrat Friedhelm Spieker, die Künstlerin vorzustellen, handelt es sich bei ihr doch um eine Rückkehrerin: „Sie hat die Vorzüge unserer wunderschönen Region erkannt und ihren Lebensmittelpunkt erst vor kurzem von Ingolstadt nach Lüchtringen verlegt“, sagte er und hieß sie im Kulturland Kreis Höxter ganz herzlich willkommen. In Höxter geboren, habe sie sich beruflich ganz auf das Personalwesen spezialisiert und sich dabei ein derartiges Fachwissen angeeignet, dass sie mittlerweile deutschlandweit als Expertin für das sogenannte „Employer Branding“ geschätzt werde. Dieses beschreibt alle Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreifen kann, um sich gegenüber potenziellen Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber darzustellen.

Darauf ging die Künstlerin selbst kurz ein, habe sich doch im Laufe der Jahre eine intensive Verknüpfung der beruflichen wie der künstlerischen Welt ergeben. „Nicht umsonst habe ich die Zerstörung zu einem wichtigen Bestandteil meines künstlerischen Schaffens gemacht“, erläuterte Susanne Siebrecht. „Nicht jeder würde auf die Idee kommen, ein schönes Foto mit einer Drahtbürste zu bearbeiten, um die Oberfläche zu beschädigen – aber gleichzeitig auch aufnahmebereit zu machen für die Aufnahme von Farben. So ist es mir möglich, auf Grundlage eines Fotos völlig andere Farbwelten zu eröffnen und damit eine ganz andere Ebene zu erreichen.“ Diesen Prozess könne sie auch bei ihrer beruflichen Tätigkeit nutzen: „Um etwas Neues entstehen zu lassen, muss man manchmal etwas zerstören.“


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