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Kreis Höxter lädt zum Umweltprojekt ein - Schüler gehen auf Rohstoffexpedition

Wie hat der weltweite Rohstoffabbau die Erde in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Dieser spannenden Frage sind Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Höxter und des Hüffertgymnasiums Warburg beim Projekt Rohstoffexpedition nachgegangen, die der Kreis Höxter gemeinsam mit den BeSte Stadtwerken initiiert hatte.

Gerodete Regenwälder und Abbaugebiete von Goldminen

Auf Echtzeit-Satellitenbildern betrachteten sie unter anderem gerodete Regenwälder und die riesigen Abbaugebiete von Goldminen in Südamerika.

Ausgehend von diesen Beobachtungen erläuterte der Naturwissenschaftler Timo Westermann von Geoscopia-Umweltbildung die Auswirkungen durch den globalen Verbrauch von Energie und Rohstoffen. Auch die Herstellung und Entsorgung von Elektrogeräten spielten dabei eine wichtige Rolle.

Besonders interessiert waren die Schülerinnen und Schüler, als es um die Herstellung von Smartphones ging. „In modernen Mobiltelefonen stecken mehr als 60 verschiedene Stoffe, darunter rund 30 Metalle wie etwa Kobalt aus dem Kongo, Zinn aus Indonesien oder Wolfram aus Bolivien“, erläuterte Westermann. Der Abbau für diese Rohstoffe wirke sich oft sehr negativ auf die Umwelt und die Lebensbedingungen von Menschen in den betroffenen Regionen aus.

Bild_Rohstoffexpedition
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5 d der Sekundarschule Höxter untersuchten im Rahmen des Projekts Rohstoffexpedition die Folgen des weltweiten Ressourcenabbaus. Angeleitet von (v. l.) Naturwissenschaftler Timo Westermann betrachteten sie mit Schulleiter Klaus Leweke, Dr. Kathrin Weiß (Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft) und Rüdiger Hölscher (Geschäftsführer der BeSte Stadtwerke) aktuelle Satellitenbilder. Foto: Kreis Höxter

Im direkten Vergleich von archivierten mit aktuellen Satellitenbildern wurden auch die Langzeitfolgenfolgen für die Umwelt durch den weltweiten Rohstoffabbau deutlich sichtbar.

Entwickelt wurde die Rohstoffexpedition von den Umweltorganisationen Germanwatch und Geoscopia-Umweltbildung. Das Projekt steht im Mittelpunkt der „Lightcycle Rohstoffwochen“ und richtet sich bundesweit an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 5. Klasse. „Das Projekt wirft einen kritischen Blick auf die Folgen unseres modernen westlichen Lebensstils für die gesamte Welt. Gleichzeitig werden die Schülerinnen und Schüler für die daraus resultierenden Herausforderungen sensibilisiert“, sagt Dr. Kathrin Weiß, Leiterin der Abteilung Umweltschutz und Abfallwirtschaft des Kreises Höxter.

Nachhaltiger Klimaschutz als Ziel

„Uns als Energieversorger aus der Region ist es besonders wichtig einen Teil zu den Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit beizutragen und dieses Thema weiter voran zu treiben. Mit den Projekttagen werden die Schülerinnen und Schüler auf das Thema aufmerksam gemacht“, sagt Rüdiger Hölscher, Geschäftsführer der BeSte Stadtwerke.