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Syrer stellen ihre Heimat in der Volkshochschule Höxter vor

Rund 1.000 Menschen aus Syrien leben derzeit im Kreis Höxter. Viele von ihnen mussten das Land wegen des Bürgerkriegs verlassen. Um Traditionen und Geschichte ihrer Heimat vorzustellen, laden Geflüchtete alle interessierten Bürgerinnen und Bürger  am Sonntag, 30. April, zur „Kulturreise Syrien“ ein, die um 11 Uhr in Höxter in der Aula der Volkshochschule Höxter-Marienmünster beginnt.

Unterstützt werden sie bei der Organisation der ganztägigen Veranstaltung vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Höxter, der Flüchtlingsinitiative „Welcome“ und der Volkshochschule.

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Gemeinsam stellen sie am Sonntag, 30. April, in der Volkshochschule Höxter die syrische Kultur und Geschichte vor: (v. l.) Wafaa Ashur, Annette Hesse (Welcome Höxter e.V.), Tuija Niederheide (Kommunales Integrationszentrum des Kreises Höxter), Muhammed Khattab, Omar Khattab, Moutaz Bouzaljidi, Mustafa Khattab, Rama Bouzaljidi, Haya Khattab, Tareq Bouzaljidi und Iman Aal.


„Syrien zählt zu den kulturellen Wiegen der Menschheit. Wir freuen uns, dass hier lebende Syrer ihr Heimatland mit seinen vielfältigen Facetten einem breiten Publikum vorstellen möchten“, begrüßen Tuija Niederheide vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Höxter und Annette Hesse von der Flüchtlingsinitiative „Welcome“ die Initiative zu der interessanten Veranstaltung, die sie deshalb gern unterstützen.

„Leider bestimmt derzeit der furchtbare Bürgerkrieg das Bild von Syrien in der Öffentlichkeit. Das möchten wir mit der Kulturreise ändern und das Land so zeigen, wie es vor dem Krieg war“, freut sich der syrische Lehrer Moutaz Bouzaljidi, viele Neugierige in der Aula der Volkshochschule in Höxter zu begrüßen. „In Syrien lebten Muslime und Christen über Jahrhunderte friedlich als Nachbarn zusammen. Moscheen und Kirchen standen direkt nebeneinander“, sagte der Syrer, der heute mit seiner Familie in Höxter lebt.

Um 11.15 Uhr hält der Lehrer und Reiseführer Moutaz Bouzaljidi aus Syrien in deutscher Sprache einen Vortrag über die Kultur und Geschichte seines Heimatlandes. Dabei wird er auch die bedrohten Weltkulturerbestätten des Landes vorstellen, wie etwa die Altstädte von Damaskus und Aleppo oder die Fundstätte Palmyra.

Um 12.00 Uhr singt ein syrischer Kinderchor Kinderlieder, in denen es „vor allem um Frieden geht“, wie Bouzaljidi betont.

Um 13.00 Uhr bieten Geflüchtete aus Syrien landestypische Speisen wie Hummus aus pürierten Kichererbsen und Getränke wie Ayran oder Tee an.

Von 14.00 Uhr an wird eine Fotoausstellung präsentiert, die das syrische Leben vor dem Bürgerkrieg dokumentiert.

Um 15.00 Uhr beginnt das Kindertheaterstück „Ankommen“. „Darin stellen Kinder dar, wie sie ihren Start in Deutschland erlebt haben“, erläutert Tuija Niederheide vom Kreis Höxter.

Bei einem lockeren Ausklang besteht für alle Gäste die Gelegenheit, mit den Geflüchteten ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

Die „Kulturreise Syrien“ findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „VielfaltForum“ statt. Seit zwei Jahren bietet das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Höxter in diesem Projekt mit verschiedenen Kooperationspartnern Möglichkeiten der interkulturellen und interreligiösen Begegnung im Kreis Höxter an. Die Reihe umfasst Kulturveranstaltungen, Tagungen, Workshops, Erkundungen und Ausstellungen.

 


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