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Kreis Höxter freut sich über gute Resonanz auf Plakataktion - Motive mit telefonierenden Eltern sind sogar in Berlin und Nürnberg gefragt

„Es geht darum, den Menschen ins Bewusstsein zu rufen, wie wichtig eine gute Eltern-Kind-Bindung für die Persönlichkeitsentwicklung ist.“ Diese Botschaft will der Kreis Höxter mit seiner kürzlich gestarteten Plakataktion vermitteln.

Bei der Auswahl der vier unterschiedlichen Motive haben die Verantwortlichen offensichtlich einen Volltreffer gelandet – selbst aus Berlin und Nürnberg gingen inzwischen Anfragen für die sehenswerten Plakate ein.
 

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Jugendamtsmitarbeiterin Silke Merkel, die vom Kreis Höxter mit der Koordinierung des Netzwerkes Frühe Hilfen betraut worden ist, und Gerhard Handermann, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Kreises Höxter, haben allen Grund, sich zu freuen. Die neue Plakataktion zur Eltern-Kind-Bindung stößt selbst überregional auf großes Interesse. Foto: Kreis Höxter


„Haben Sie heute schon mit Ihrem Kind gesprochen?“ So lautet der Slogan der vier verschiedenen Plakate, mit denen der Kreis Höxter zum Nachdenken anregen möchte. Gemeinsam mit dem Netzwerk Frühe Hilfen im Kreis Höxter hatte Landrat Spieker die Plakataktion Anfang Februar gestartet. Mittlerweile findet man die Plakate in Schulen, Kindergärten, Apotheken und an zahlreichen Plätzen im gesamten Kreisgebiet, die für die Zielgruppe relevant sind. „Dass wir aber aus Berlin, Nürnberg und weiteren Städten nach unseren Plakaten gefragt werden, hat uns dann doch überrascht – aber auch sehr gefreut“, sagt Gerhard Handermann, Leiter des Fachbereichs Familie, Jugend und Soziales des Kreises Höxter.

„Ihre Plakataktion hat in unserem Team großen Anklang gefunden“, schreibt zum Beispiel Sonja Bald von der Rummelsberger Diakonie aus Altdorf bei Nürnberg. „Wir wären gerne ‚Mitunterstützer‘, da uns dieses Thema sehr am Herzen liegt und wir eine Aufklärung für die jungen Eltern für so notwendig halten. Uns bereitet vor allem die große Beeinträchtigung in der Sprach- und der sozial-emotionalen Entwicklung Sorge.“ Auch Axel Heinrich von der Bernd-Ryke-Grundschule aus Berlin-Spandau war von den Motiven begeistert. „Seit etwa einem halben Jahr ist bei uns laut Schul- und Hausordnung der Gebrauch von Handys für Eltern, Schüler und Besucher untersagt. Die wenigsten halten sich aber daran, sondern schlendern telefonierend durch das Schulgebäude, ein Kind an der Hand und ein weiteres auf dem Arm“, schildert er eine Szene aus dem Alltag. „Vielleicht kann sich das eine oder andere Elternteil auf den Bildern wiedererkennen.“

Jugendamtsmitarbeiterin Silke Merkel, die vom Kreis Höxter mit der Koordinierung des Netzwerkes Frühe Hilfen betraut worden ist, unterstreicht noch einmal, dass mit der Plakataktion vor allem auf die Bindung zu den Kindern hingewiesen werden soll. „Eine sichere Bindung zu den Eltern ist ein Schutz und ein stabiles Fundament für eine gute Entwicklung und ein positives Lebensgefühl“, erläutert sie. „Verlässliche und funktionierende Bindungen sind in allen Phasen der Erziehung von Kindern und Jugendlichen unersetzlich.“

Die Auswahl der Plakatmotive weise auf einen weiteren wichtigen Aspekt in der heutigen Zeit hin: „Wir sehen heute immer wieder junge Mütter und Väter, die telefonieren oder anderweitig abgelenkt sind, während sie den Kinderwagen schieben. Davon raten wir dringend ab, weil sie die Signale ihres Kindes nicht bemerken“, fasst Silke Merkel zusammen, was die Steuerungsgruppe des Netzwerkes „Frühe Hilfen“ vor allem angetrieben hat. „Die neuen Medien sollten nicht das Kommando übernehmen. Eine sichere Bindung ist schließlich ein Garant für ein gutes und gelingendes Aufwachsen der Kinder.“

Wer Plakate zugeschickt haben möchte, kann sich an Silke Merkel vom Kreis Höxter unter der Telefonnummer 05271 / 965-3326 oder der E-Mailadresse s.merkel@kreis-hoexter.de wenden.


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