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Notfallkarte kann Leben retten

Ein älterer Mensch wird in seiner Wohnung bewusstlos und muss notärztlich versorgt werden – unter anderem für solche Fälle hat der Kreis Höxter eine spezielle Notfallkarte herausgegeben.

Darauf können persönliche medizinische Informationen eingetragen werden, damit der Notarzt schnell zum Beispiel über Vorerkrankungen, Medikamente oder Allergien informiert wird. Das spart Zeit und kann im Ernstfall Leben retten.

Die Karte gibt es kostenlos in allen Apotheken im Kreisgebiet und im Service-Büro des Kreises Höxter. Sie ist in verschiedenen Sprachen wie Englisch, Russisch, Türkisch oder Französisch erhältlich. „Die Krankenhäuser im Kreis Höxter kennen die grüne Notfallkarte bereits. Sie ist für alle Menschen mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko empfehlenswert, die zum Beispiel an mehreren Erkrankungen leiden und täglich verschiedene Medikamente einnehmen müssen. Tritt ein medizinischer Notfall ein und sie können sich etwa dem Rettungsdienst gegenüber nicht mehr mitteilen, erhält der behandelnde Arzt diese Informationen mithilfe der Karte und kann seine Akutmaßnahmen besser auf den Patienten abstimmen“, erklärt Kreisdirektor Klaus Schumacher.
 

Bild_Medikamentenkarte
Besonders ältere Menschen nehmen oft viele verschiedene Medikamente, was im Notfall die Akutbehandlung beeinflussen kann. Gemeinsam zeigen (v. l.) Björn Schmidt (Vertreter der Apothekerkammer Westfalen-Lippe für den Kreis Höxter), Alfred Wiemers (Geschäftsführer der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Kreises Höxter) und Kreisdirektor Klaus Schumacher die grüne Notfallkarte, die es in verschiedenen Sprachen in allen Apotheken im Kreisgebiet und im Service-Büro des Kreises Höxter gibt. Foto: Kreis Höxter


Er empfiehlt, die Karte zum Beispiel im Flur oder im Bereich der Eingangstür sichtbar aufzubewahren, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes sie im Notfall schnell finden.

Neben der eigenen Adresse und einer zu benachrichtigenden Person kann auf der Notfallkarte beispielsweise der Hausarzt und eventuell Pflegedienst, Krankenkasse und Versichertennummer eintragen werden. Auch ein Hinweis darauf, ob eine Patientenverfügung oder Vollmacht besteht und wo sie gegebenenfalls hinterlegt ist, ist möglich. Außerdem ist Platz für eine Liste der eingenommenen Medikamente. Besonders wichtige Präparate wie Marcumar, Cortison oder Insulin können direkt angekreuzt werden. Zudem können die Inhaber der Karte eintragen, ob sie einen Herzschrittmacher, Zahnprothesen, ein Hörgerät, eine Sehhilfe oder eine Gehhilfe haben.

„Diese Informationen zum Gesundheitsstand eines Patienten sind im Notfall sehr wichtig. Der behandelnde Notarzt kann so zum Beispiel auf Unverträglichkeiten oder Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Medikamenten achten“, sagt Björn Schmidt, Vertreter der Apothekerkammer Westfalen-Lippe für den Kreis Höxter.

Fragen zu der Notfallkarte beantworten Alfred Wiemers (a.wiemers@kreis-hoexter.de, Telefonnummer 05271 / 965-2400) und Caroline Fechner (c.fechner@kreis-hoexter.de, Telefonnummer 05271 / 965-2001) vom Gesundheitsdienst des Kreises Höxter.

 


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