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Beim Ausbau von Pflegeeinrichtungen wollen sich Städte künftig abstimmen

Der Kreis Höxter ist mit ambulanten und stationären Pflegeangeboten derzeit gut versorgt. Um eine bedarfsgerechte Versorgung von Pflegebedürftigen auch in Zukunft sicherzustellen, wollen Kreis und Städte bei der Planung enger zusammenarbeiten.

Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben der Landrat und die zehn Bürgermeister im Kreishaus unterzeichnet.

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Landrat Friedhelm Spieker und die Bürgermeister der zehn Städte haben eine gemeinsame Vereinbarung zum gesteuerten Ausbau von Pflegeangeboten im Kreis Höxter unterzeichnet: (vorn von links) Hermann Temme (Brakel), Michael Stickeln (Warburg, Sprecher der Bürgermeister), Friedhelm Spieker (Landrat), Alexander Fischer (Höxter), (hinten von links) Rainer Vidal (Nieheim), Robert Klocke (Marienmünster), Klaus Brune (Kreis Höxter, Leiter der Abteilung Soziales, Pflege und Schwerbehinderung), Hubertus Grimm (Beverungen), Rainer Rauch (Borgentreich), Carsten Torke (Steinheim), Burkhard Deppe (Bad Driburg) und Hans Hermann Bluhm (Willebadessen). Foto: Kreis Höxter


Schon heute ist jeder fünfte Bewohner des Kreises Höxter älter als 65 Jahre. Deshalb wird sich die Zahl hilfe- und pflegebedürftiger Menschen in den kommenden Jahren deutlich erhöhen. Diese Entwicklung haben der Landrat und die zehn Bürgermeister im Blick. „In allen zehn Städten gibt es derzeit eine ausreichende Anzahl von Plätzen in Einrichtungen“, erklärt Warburgs Bürgermeister Michael Stickeln als Sprecher der Bürgermeister. „Bei Anfragen von Investoren, die vorhaben, zusätzliche stationäre Pflegeplätze zu schaffen, wollen sich die Städte künftig abstimmen. Durch eine gezielte Beratung wollen wir Einfluss auf den Ausbau neuer Angebote nehmen“, nennt er eine Zielrichtung der Kooperation.      

„Die meisten Menschen möchten auch im Alter, so lange es geht, zu Hause wohnen“, sagt Landrat Friedhelm Spieker. Gemeinsames Ziel sei es daher, die Pflege zu Hause zu stärken und eine Versorgung im vertrauten Wohnumfeld zu fördern. Das entspricht auch dem gesetzlichen Auftrag, der ambulanten Pflege zu Hause den Vorrang einzuräumen. Deshalb sind die Städte an innovativen Ansätzen zur Stärkung der ambulanten Pflege im vertrauten Wohnquartier besonders interessiert.

„Die Städte wollen bei der Weiterentwicklung der pflegerischen Infrastruktur das Steuer in der Hand behalten“, so Stickeln. Der Landrat begrüßte die interkommunale Zusammenarbeit und bezeichnete die Kooperationsvereinbarung als strategischen Schulterschluss zur Pflegeplanung.

Pflegebericht als Planungsgrundlage
Basis der Bedarfsplanung ist der Pflegebericht, den der Kreis Höxter erstmals erstellt hat. Der Pflegebericht umfasst Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangebote für ältere Menschen, für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen. Er enthält auch  Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung von Angeboten.


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