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„Darmkrebsvorsorge kann Leben retten“

Das Interesse war groß: Über 50 Teilnehmer begrüßte Kreisdirektor Klaus Schumacher als Vorsitzender der Gesundheitskonferenz des Kreises Höxter zum Arzt-Patienten-Seminar im St. Josef Hospital in Bad Driburg. Hochklassige Referenten informierten dabei zum Thema „Bösartige Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts“ und beantworteten Fragen aus dem Publikum.

Dr. Marcus Rübsam, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin, Gastroenterologie und Kardiologie am St. Josef Hospital Bad Driburg, machte gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich, wie wichtig die Früherkennung ist. „Darmkrebs kann, wenn er in den Anfangsstadien entdeckt wird, in fast allen Fällen durch eine Operation geheilt werden“, erklärte der Mediziner. „Vorsorgeuntersuchungen können deshalb Leben retten.“

Gemeinsam informierten (v. l.) Afred Wiemers (Geschäftsführer der Gesundheitskonferenz des Kreises Höxter), Chefarzt Dr. Marcus Rübsam, Gerhard Gröne (AOK NordWest), Chefarzt Dr. Florian Dietl, Iris Schäfers, Kathrin Jäger (Paritätischer Wohlfahrtsverband Höxter), Chefarzt Dr. Harald Fischer und Kreisdirektor Klaus Schumacher beim Arzt-Patienten-Seminar im St. Josef Hospital in Bad Driburg über bösartige Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts. Foto: Kreis Höxter

Besonders wichtig sei dabei die Darmspiegelung. „Sie ist die effektivste und treffsicherste Methode zur Krebsfrüherkennung, weil der Arzt mit ihr auch kleine Veränderungen der Darmschleimhaut sicher erkennen kann“, so Dr. Rübsam. 

Über die Therapiemöglichkeiten bei bösartigen Darmerkrankungen informierte Dr. Florian Dietl, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirugie (Bauchchirurgie) am St. Josef Hospital.

Detailliert ging er dabei auf die aktuellen operativen Möglichkeiten ein. „Dank neuer Technik hat die Chirurgie enorme Fortschritte gemacht“, erläuterte Dr. Dietl. Häufig werde heute die sogenannte „Schlüssellochtechnik“ bei einer Operation angewendet. Dabei ist nur eine kleine Öffnung des Bauchraums erforderlich. Die Operation wird mithilfe einer dünnen Spezialkamera und sehr feinen Spezialinstrumenten durchgeführt.

„So könnten große Narben vermieden werden. Für den Patienten sind solche Eingriffe wesentlich schonender und auch der Heilungsprozess wird begünstigt“, erklärte Dr. Dietl. Um diese moderne Operationsmethode zu veranschaulichen, zeigte er Filmaufnahmen eines Eingriffs.

Wie wichtig die therapeutische Nachsorge nach einer Darmoperation ist, machten Dr. Harald Fischer, leitender Arzt der Klinik Rosenberg in Bad Driburg, und Stoma-Schwester Iris Schäfers vom St. Josef Hospital deutlich. „Es geht darum, Patienten nach einer Behandlung von bösartigen Erkrankungen des Verdauungstraktes möglichst schnell wieder fit zu machen für Alltag und Beruf. Diese Rehabilitations-Therapie muss ganzheitlich erfolgen und darf vor allem die Psyche des Patienten nicht außer Acht lassen“, sagte Dr. Fischer. In erster Linie sei es wichtig, Ängste und Unsicherheiten zu nehmen.

Deshalb stellte sich bei dem Arzt-Patienten-Seminar der Gesundheitskonferenz des Kreises Höxter auch die Selbsthilfegruppe ILCO aus Höxter und Holzminden vor.