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Kulturakteure flechten weiter am Netzwerk

„Beverungen ist die Kulturhauptstadt im Kreis Höxter!“ Hubertus Grimm, Bürgermeister der Stadt Beverungen, lehnte sich bei der Begrüßung zum vierten Netzwerktreffen der Kulturakteure im Kreis Höxter im Korbmacher-Museum in Dalhausen weit aus dem Fenster. Doch das zustimmende Nicken der über 70 Teilnehmer schien ihm Recht zu geben – das sieht er wohl nicht alleine so. Jedenfalls konnte sich das Korbmacher-Museum als wichtiges Standbein für diese Rolle präsentieren.

Das vierte Netzwerktreffen der Kulturakteure im Korbmacher-Museum Dalhausen brachte den Teilnehmern neue Aspekte einer uralten Handwerkstradition näher. Über die rege Beteiligung freuten sich (von links) Vereinsvorsitzender Jürgen Böker, Kreisdirektor Klaus Schumacher, Bürgermeister Hubertus Grimm, Kulturmanagerin Julia Siebeck, Korbflechtmeister Hansgert Butterweck und Christina Dunschen, Leiterin der Abteilung Schule und Kultur beim Kreis Höxter. Foto: Kreis Höxter

Kreisdirektor Schumacher brachte seine Begeisterung über die große Teilnehmerzahl zum Ausdruck: „Es zeigt uns, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben, den zahlreichen Kulturakteuren regelmäßig solch ein Forum zum Gedankentausch anzubieten.“ Nicht zum ersten Mal dabei, aber erstmalig in seiner Funktion als Vorsitzender des neu gegründeten Kulturbeirates für den Kreis Höxter, nahm Martin Stamm vom Arbeitskreis Kultur im Heimat- und Verkehrsverein Nieheim an der Veranstaltung teil. Julia Siebeck, Kulturmanagerin des Kreises Höxter, nutzte die Gelegenheit, dieses Gremium vorzustellen, das als Sprachrohr für die Kulturschaffenden agieren soll.

Tiefe Einblicke in die Besonderheiten des Museums und in die Kunst des Korbflechtens gab Hansgert Butterweck. Nach einer kurzen Begrüßung durch Jürgen Böker, Vorsitzender des Heimat-und Partnerschaftsverein Dalhausen, der das Korbmacher-Museum ehrenamtlich betreibt, stellte der Korbmachermeister vor, wie es gelingen kann, die Menschen für diese Materie zu begeistern. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Akademie „Flechtsommer“, an der mittlerweile Menschen aus ganz Europa teilnehmen.

„Die internationalen Teilnehmer fühlen sich beim Flechten verbunden – verbunden mit einem der wohl ältesten Handwerke der Menschheit.“ Dabei würden nicht ausgefeilte Spezialwerkzeuge zählen; nichts geschehe von alleine, sondern Intuition, Einfühlung und etwas Durchhaltevermögen seien gefragt. Welche Wirkung von diesen Seminaren ausgehe, habe ein Teilnehmer geschildert: „Mit euch hier gemeinsam zu flechten, ist wie Urlaub am Mittelmeer.“

Obwohl noch keine genauen Termine für 2016 feststehen, lägen schon jetzt die ersten Anmeldungen für den Flechtsommer vor. „Die internationale Ausrichtung der Akademie hat zu einer enormen Ausweitung unseres Netzwerkes geführt“, so Butterweck. „Es gibt in ganz Europa nur wenige Orte, die so ein vielseitiges Angebot zum Flechthandwerk anbieten und vor allem so authentisch verbunden sind mit einer lebendigen Flechttradition wie wir hier in Dalhausen mit dem Korbmacher-Museum.“

Dass Netzwerken auch auf Kreisebene funktionieren kann, bewiesen die Teilnehmer, die nach den Vorträgen in anregenden Gesprächen neue Kontakte knüpften oder bestehende vertieften. Einige nutzten auch die Gelegenheit, sich aus erster Hand über das Museum zu informieren. Die Reihe der Kultur-Netzwerktreffen soll aufgrund der positiven Resonanz auch in 2016 fortgeführt werden. 

Informationen zu diesen Netzwerktreffen erteilt Kulturmanagerin Julia Siebeck vom Kreis Höxter unter der Telefonnummer 05271 – 965 3216 oder der E-Mailadresse j.siebeck@kreis-hoexter.de.

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