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Sprachbildung wird neu ausgerichtet: „Jeden Tag und jedes Kind“ heißt das Motto

„Alltagsintegrierte Sprachbildung“ heißt der neue Ansatz, der in den Kindertagesstätten für Wirbel sorgt. Es gibt zwar umfangreiches Begleitmaterial, das bei der Bewältigung der neuen Aufgabe hilft. Doch der Umgang mit den sogenannten Beobachtungsbögen zur Sprachentwicklung will gelernt sein. Deshalb hat der Kreis Höxter nun begonnen, für die Mitarbeitenden der städtischen Kindertageseinrichtungen entsprechende Fortbildungen anzubieten. 

Ulrike Schmidt vom Kreis Höxter ist als eine von 200 Multiplikatoren vom Land NRW speziell ausgebildet worden, um in den nächsten Jahren alle Kitas weiterzubilden. Diese Fortbildungen werden vom Land bezuschusst und erfüllen die Anforderungen des im August 2014 zuletzt geänderten Kinderbildungsgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen. Hierin wird auch die Neuorientierung der Sprachbildung in Kitas geregelt.

„Damit wird das bisherige Verfahren ‚Delfin‘ abgelöst, bei dem in Zusammenarbeit mit der Schule ein Testverfahren durchgeführt wurde“, erläutert Schmidt. „Der größte Unterschied des neuen Verfahrens ist, dass wir die Kinder nun vom Beginn der Kitazeit an auf dem jeweiligen Stand ihrer sprachlichen Entwicklung unterstützen.“ Schließlich sei die Sprache eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen sowohl für die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben als auch für den Bildungserfolg der Kinder.

Machten den Auftakt bei der Fortbildungsreihe für Kindertagesstätten zur Sprachbildung (von links): Nadin Jonietz, Kerstin Saken, Sarah Eberhardt, Heike Reuter, Elvira Stolte und Walburga Schäfers vom Familienzentrum am Park in Peckelsheim.

Den Auftakt für diese Schulungen machten jetzt in der Kreisleitstelle in Brakel der Adolph-Kolping-Kindergarten Welda und das Familienzentrum am Park aus Peckelsheim. „Die Förderung der sprachlichen Entwicklung nimmt einen hohen Stellenwert im Alltag der Kindertagesbetreuung ein“, so Schmidt, „denn nur, wo gesprochen wird, ist Sprache erfahrbar.“ Die Sprachförderung werde nicht mehr länger nur den Kindern angeboten, die Defizite haben. „Daher müssen auch die Fachkräfte umdenken und sich noch einmal grundsätzlich mit dem Thema Sprache und Sprachbildung auseinandersetzen.“ 

Für die Sprachentwicklung der Kinder sind die Gesprächspartner und die Interaktion mit ihnen von wesentlicher Bedeutung. „Pädagogische Fachkräfte werden durch den Ausbau der Plätze für Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen immer früher zu wichtigen Bezugspersonen im Alltag der Kinder“, so Ulrike Schmidt. Alltagsintegrierte Sprachbildung erreicht alle Kinder der Einrichtung von Beginn an. „Sie ist kein Konzept mit vorgegebenen Materialien und Zeiten. Vielmehr soll sie sich an den individuellen Interessen und Ressourcen der Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren orientieren und sich in den alltäglichen Ablauf integrieren“, erläutert die Fachberaterin des Kreises Höxter. Dabei seien die Eltern im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartnerschaft in die sprachliche Bildung einzubeziehen.

Das Begleitmaterial für die Erfassung der Sprachbildung wird bei den Fortbildungen intensiv erarbeitet. Unser Foto in der Kreisleitstelle Brakel zeigt die Mitarbeitenden vom Adolph-Kolping-Kindergarten Welda (von links): Marcell Bredewald, Gisela Wiemers, Sylvia Göbel, Referentin Ulrike Schmidt, Monika Kampe und Jenny Thill.

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