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Wissen über reflektiertes Medienverhalten soll später an Mitschüler vermittelt werden

Die speziell ausgebildeten Medienscouts sind bereits an elf Schulen im Kreis Höxter nicht mehr wegzudenken. Nun geht das Medienzentrum des Kreises Höxter noch einen Schritt weiter: Zum ersten Mal wurden mit der Laurentius-Schule Warburg, der Von-Galen-Schule Frohnhausen und der Schule unterm Regenbogen Eversen drei Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung in das Landesprojekt „Medienscouts NRW“ aufgenommen. 

Im Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg wurden 10 Schülerinnen und Schüler von Experten zu Medienscouts ausgebildet, um später ihren Mitschülern in Medienfragen kompetent zur Seite stehen zu können. Unterstützt wurden sie dabei durch drei erfahrene Scouts der Schulen an der Brede.

Im Johann-Conrad-Schlaun-Berufskolleg in Warburg fand die erste Ausbildung von Medienscouts für Förderschulen statt. Die Schülerinnen und Schüler von der Laurentius-Schule, der Von-Galen-Schule und der Schule unterm Regenbogen waren mit großer Begeisterung dabei. Unser Foto zeigt als Gastgeber JCS-Schulleiter Josef Hilkenbach, Christina Dierkes-Leifeld vom Kreis Höxter, Laurentius-Schulrektor Martin Hagemann (von links) mit den Teilnehmern. Rechts im Bild die beiden Moderatoren Ranka Bijelic und Christian Möser. Foto: Kreis Höxter.

„Unsere Schüler nehmen am Leben teil und stehen deshalb genauso wie jeder andere auch vor der Gefahr, auf windige Machenschaften im Internet hereinzufallen“, sagt Martin Hagemann, Rektor der Laurentius-Schule. „Um nicht nur die Chancen, sondern eben auch die Risiken medialer Angebote zu erkennen und diese selbstbestimmt, kritisch und kreativ nutzen zu können, ist die Ausbildung zum Medienscout eine hervorragende Sache.“ Er dankte deshalb dem Medienzentrum des Kreises für die Idee, dieses Landesprojekt auch für Förderschulen anzubieten.

Cybermobbing, Gewaltvideos auf dem Handy, Einstellen von urheberrechtlich geschützten Fotos und Videos bei YouTube oder illegale Film- und Musikdownloads – die Mediennutzung von Heranwachsenden auch in ihren problematischen Formen mache vor der Institution Schule nicht Halt, weiß Christina Dierkes-Leifeld vom Kreis Höxter, die das Projekt für das Schulamt betreut. „Medien sind allgegenwärtig, Kinder und Jugendliche wachsen ganz selbstverständlich mit ihnen auf. Umso wichtiger ist es, sie dabei nicht alleine zu lassen.“

Mit welch großem Eifer die Schülerinnen und Schüler an der Ausbildung zum Medienscout teilnahmen, begeisterte auch die beiden Referenten Ranka Bijelic und Christian Möser. „Die modernen Medien spielen auch für die Menschen mit Behinderungen eine große Rolle. Wir waren zum Teil überrascht, wie gut sie sich mit der Materie auskennen.“ Dass während der ganzen Zeit eine Kamera im Raum stand, störte dabei niemanden. Eva Ludwig und Melanie Kabus von Xtrafilm aus Bonn hielten für die Landesanstalt für Medien in bewegten Bildern fest, wie die Ausbildung zu Medienscouts für eine Förderschule abläuft.


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