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Vereine machen sich stark gegen Herzinfarkt

Herzinfarkt bedeutet Lebensgefahr. Jedes Jahr erleiden rund 280.000 Menschen in Deutschland einen Herzinfarkt, etwa 60.000 Menschen sterben daran. „Ein Herzinfarkt kann überall auftreten – auch in der Freizeit“, sagte Fachbereichsleiter Matthias Kämpfer zum Auftakt der Kampagne „Vereine gegen den Herzinfarkt“, die der Kreis Höxter gemeinsam mit der Deutschen Herzstiftung gestartet hat.

„Um viele Menschen zu erreichen, wenden wir uns gezielt an die heimischen Vereine“, erklärt Wolfgang Fürch, Regional-Beauftragter der Deutschen Herzstiftung. Als örtlich gut vernetzte Partner konnten der Kreissportbund Höxter und der Bezirksverband der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften gewonnen werden. „Beide Dachorganisationen stehen stellvertretend für die zahlreichen Vereine im Kreis Höxter“, so Kämpfer.

Mit Unterstützung der medizinischen Expertise des St. Ansgar Krankenhauses Höxter und des Klinikums Warburg will die Kampagne über Alarmzeichen bei Herzinfarkt, Maßnahmen zur ersten Hilfe und gesundheitliche Vorbeugung aufklären.

Mit einer neuen Kampagne möchten der Kreis Höxter und die Deutsche Herzstiftung Vereine über die ersten Anzeichen eines Herzinfarkts sowie die nötigen Hilfsmaßnahmen im Ernstfall informieren. Gemeinsam stellten (v.l.) Matthias Kämpfer (Abteilungsleiter Öffentliche Sicherheit und Straßenverkehr des Kreises Höxter), Wolfgang Fürch und Bettina Sturm (Deutsche Herzstiftung), Dr. Stephan Lindemann (Chefarzt Kardiologie am Klinikum Warburg), Georg Dressler (Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften), Dr. Eckhard Sorges (Chefarzt Kardiologie des St. Ansgar Krankenhauses Höxter), Jürgen Ditter (Abteilungsleiter Bevölkerungsschutz des Kreises Höxter), Adalbert Grüner (Kreissportbund), Dr. Matthias Gernhardt (Ärztlicher Leiter Rettungsdienst), Heinrich Muhr (Leiter der Leitstelle) und Thorsten Schiller (Kreissportbund) die Aktion vor.

Auf Wunsch von Vereinen und Vereinsgemeinschaften führen Dr. med. Stephan Lindemann, Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Helios Klinikum Warburg, und Dr. med. Eckhard Sorges, Chefarzt der Kardiologie des St. Ansgar Krankenhauses Höxter, Informationsveranstaltungen durch. Dazu können sich interessierte Vereine direkt an das Klinikum Warburg (Tel. 05641/915402) oder das St. Ansgar- Krankenhaus Höxter, Medizinische Klinik I/Kardiologie (Tel. 05271/662705) wenden.

„Bei Verdacht auf Herzinfarkt ist sofortiges Handeln meist lebensrettend“, ermutigt Dr. med. Eckhard Sorges, Chefarzt in der Kardiologie des St. Ansgar Krankenhauses Höxter, dazu, umgehend erste Hilfe zu leisten. „Leider warten viele Herzinfarktpatienten trotz starkem Druckgefühl, Ängsten, Unwohlsein und Schmerzen oft mehrere Stunden, bis sie endlich Hilfe suchen“, bedauert Sorges das häufige Zögern von Betroffenen und Angehörigen. Viele führen selbst ins Krankenhaus oder in die Hausarztpraxis. Dabei ginge kostbare Zeit verloren.

„Richtig ist es, sofort die 112 anzurufen und der Leitstelle den Verdacht auf Herzinfarkt zu melden“, erklärt der Leiter der Leitstelle des Kreises Höxter, Heinrich Muhr. Im Fall eines akuten Herzinfarkts werden die Ersthelfer von den Mitarbeitern der Leitstelle ganz gezielt telefonisch zur Herz-Lungen-Reanimation angeregt und so lange begleitet, bis der Rettungsdienst eintrifft. 

„Viele haben Angst, etwas falsch zu machen. Dabei kann man durch eine schnelle und couragierte Herzdruckmassage nur Gutes für den Patienten tun. Sie bewirkt, dass ein Minimalkreislauf aufrechterhalten bleibt, der das Gehirn mit lebenswichtigem Sauerstoff versorgt“, erklärt Dr. med. Stephan Lindemann, Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Helios Klinikum Warburg. Leider leisteten Umstehende in nur 15 Prozent der Fälle die oft lebensrettende erste Hilfe.

Im Rahmen der Kampagne „Vereine gegen den Herzinfarkt“ stellen der Kreis Höxter und die Deutsche Herzstiftung auch Notfallkarten für das Portemonnaie, Faltblätter und Plakate zur Verfügung, die über Warnsignale eines Herzinfarkts und lebensrettende Hilfemaßnahmen informieren. Über den Kreissportbund und den Bezirksverband der Schützenbruderschaften wird das Infomaterial an die Mitgliedsvereine verteilt. Darüber hinaus kann jeder Verein, der sich an der Kampagne beteiligen möchte, das Infomaterial beim Kreis Höxter anfordern. Ansprechpartner ist Till Kremeyer, Telefon 05271 / 965-1302, E-Mail: t.kremeyer@kreis-höxter.de.