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Das Abpumpen von Wasser aus Bächen, Flüssen und Seen kann teuer werden

Die Hitzewelle hat Deutschland derzeit fest im Griff. Gerade in dieser extremen Trockenheit wird immer wieder beobachtet, dass Bürgerinnen und Bürger Wasser in größeren Mengen aus Bächen und Flüssen abpumpen, um ihre Gärten zu bewässern. „Damit schaden sie den Tieren und Pflanzen, die in und an unseren heimischen Gewässern leben“, erklärt Dr. Kathrin Weiß. Beim Kreis Höxter leitet sie die Abteilung Umweltschutz, die als Untere Wasserbehörde für den Schutz von Gewässern zuständig ist.

Außerdem werde damit gegen das Wasserhaushaltsgesetz verstoßen und eine Ordnungswidrigkeit begangen, die mit hohen Geldbußen geahndet werden könne. „Einige Bäche und Flüsse führen derzeit so wenig Wasser, dass viele Tiere im und am Gewässer unter der Wasserknappheit sehr zu leiden haben“, betont Dr. Kathrin Weiß. Sie appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, dafür zu sorgen, dass jeder einzelne seinen Beitrag zur Erhaltung der Umwelt leistet, indem die Pflanzen im Garten nicht mit Bachwasser bewässert werden. Hierfür sollte das in den nassen Monaten gesammelte Regenwasser genutzt werden. Wenn das nicht reicht, ist die sparsame Verwendung von Trinkwasser aus der Leitung angeraten. 

Gesetzlich erlaubt ist lediglich das Abschöpfen von Bachwasser in kleinen Mengen mit Handschöpfgefäßen, wie Eimern oder Gießkannen. „Bei der anhaltenden Hitze und Trockenheit sollte aber auch darauf verzichtet werden, um ökologische Schäden zu verhindern“, wirbt sie um Verständnis. 

Nur in Ausnahmefällen, wenn vorher eine wasserrechtliche Erlaubnis durch die Untere Wasserbehörde erteilt wurde, ist es zulässig, aus einem oberirdischen Gewässer durch Abpumpen oder Anstauen Wasser zu entnehmen. Aber auch Inhaber derartiger Erlaubnisse sind zurzeit gefordert, mit Rücksicht auf die Trockenheit nur äußerst sparsam Wasser zu entnehmen. 

Wer hierzu Fragen hat, wendet sich beim Kreis Höxter an die Untere Wasserbehörde, Telefon 0 52 71 / 965 – 44 00.