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Baden mit Bioenergie

Mit rund 25 Grad Celsius Wassertemperatur ist das Freibad Beverungen auch bei kühlerem Wetter unter Schwimmern sehr beliebt. Um das Wasser aufzuheizen, müssten jährlich etwa 88.000 Liter Heizöl verbraucht werden – wenn es nicht eine nahegelegene Biogasanlage gäbe. 

Sie versorgt das Beverunger Freibad seit der Renovierung 2011 mit den nötigen 880.000 Kilowattstunden Wärme pro Saison. Über den Einsatz der umweltfreundlichen und regenerativen Bioenergie informiert eine neue Schautafel im Schwimmbad.

Gemeinsam zeigen (v. l.) Alexander Hake (Bioenergieregion Kulturland Kreis Höxter), die Schwimmmeister Alexander Klaus und Wilfried Tillmann, Biogasanlagenbetreiber Hermann Potthast, Uwe Lippenmeyer (Stadt Beverungen) und Martina Krog (Klimaschutzbeauftragte des Kreises Höxter) die neue Infotafel im Beverunger Freibad. Sie informiert über den Einsatz von Bioenergie.

„In den Anlagen entsteht durch die Vergärung von Pflanzen und anderer Biomasse ein brennbares Gas, das in einem Motor zu Strom und Wärme umgewandelt wird. Diese Wärme wird über ein Netz in Haushalte oder öffentliche Gebäude transportiert und ersetzt zum Beispiel Ölheizungen“, erläutert Alexander Hake von der Bioenergieregion Kulturland Kreis Höxter.

In Beverungen versorgt das Wärmenetz der Biogasanlage von Familie Potthast unter anderem das Schulzentrum und die Rettungswache. „Weil diese Abnehmer im Sommer jedoch kaum Wärme benötigen, findet sich mit dem Freibad eine optimale Verwendung“, sagt Anlagenbetreiber Hermann Potthast.
Dank der – im Vergleich zu Heizöl – günstigeren Bioenergie erhält das Wasser seine angenehme Temperatur. Das freut die Stadt Beverungen als Betreiber, den Förderverein „Die Batze“ und natürlich die Besucher des Freibads. 

„Mit Maßnahmen wie diesen wird das Ziel der Bioenergieregion Kreis Höxter umgesetzt, den Bioenergieanteil im Wärmemarkt zu steigern und unabhängiger von importierten Energieträgern wie Erdgas oder Öl zu werden. Das steigert nicht nur die regionale Wertschöpfung, sondern schont auch unser Klima“, erklärte Martina Krog, Klimaschutzbeauftragte des Kreises Höxter.