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Viele Menschen möchten in ihrem anvertrauten Wohngebiet alt werden

Die neu gebildete Konferenz Alter und Pflege des Kreises Höxter hat ihre Arbeit aufgenommen. „Jeder fünfte Bewohner des Kreises ist älter als 65 Jahre. Deshalb sind Alter und Pflege kreisweit wichtige kommunale Gestaltungsfelder“, sagte Landrat Friedhelm Spieker zum Auftakt.

„Die Menschen möchten in ihrem anvertrauten Wohngebiet älter werden und dort möglichst lange wohnen bleiben“, betonte der Konferenzvorsitzende Gerhard Handermann. Dies zu fördern, sei Ziel des Alten- und Pflegegesetzes und eine der Kernaufgaben der neu gebildeten Konferenz, der Vertreter aus allen Bereiche der Pflege angehören (Pflegedienste, Pflegeheime, Beratungsstellen, Senioreneinrichtungen, Krankenhäuser, ehrenamtliche Organisationen und Selbsthilfegruppen).

Begrüßten die Mitglieder der neu gebildeten Konferenz Alter und Pflege im Kreishaus (vorne von links): Geschäftsführerin Anja Lücke, Vorsitzender Gerhard Handermann, Landrat Friedhelm Spieker und Abteilungsleiter Klaus Brune.

„Damit die Menschen, auch wenn sie hochbetagt oder behindert sind, in ihrem Umfeld bleiben können, ist nicht nur ein guter Mix aus pflegerischen Angeboten notwendig“, so Handermann. Auch weitere Faktoren seien entscheidend, zum Beispiel die Versorgungsmöglichkeiten im Wohngebiet, die Mobilität oder die Chancen, an Freizeit- und Kulturangeboten teilzuhaben.

Landrat Spieker freute sich, dass der Kreis Höxter der Gesetzgebung bereits einen Schritt voraus war. Denn schon 2014 sei das freiwillig engagierte Netzwerk Pflege im Kreis Höxter ins Leben gerufen worden, das sich sehr engagiert dafür einsetze, die Qualität und die Abläufe in der Pflege weiter zu optimieren und die Angebote im Pflegebereich besser zu verknüpfen. „Das Netzwerk hat bereits gute Vorarbeiten geleistet. Daran kann die Konferenz anknüpfen“, bestätigte auch deren Vorsitzender Gerhard Handermann. Als feste Arbeitsgruppe der Konferenz werde das bereits bestehende Netzwerk Erfahrungen und Belange aus der Pflegepraxis einbringen. 

Ein Schwerpunkt sei konsequenterweise die Weiterentwicklung von Strukturen, um die Pflege zu Hause für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen noch mehr zu stärken und zu optimieren. „Denn die ambulante Pflege hat Vorrang vor der stationären Pflege“, so Handermann. 
Dies sei nicht nur der Herzenswunsch von älteren Bewohnern des Kreises und von Menschen mit Behinderungen, die in ihren eigenen vier Wänden leben möchten, so lange es geht. Dies sei auch ein klarer gesetzlicher Auftrag. 

„Mit dem systematischen Ausbau der Pflegeberatung ist der Kreises Höxter bereits auf einem guten Weg. Auch bei der Vernetzung von Strukturen und Angeboten sind wir schon gut voran gekommen“, sagte der Vorsitzende. „Diesen Weg wollen wir weiter gehen.“ 
Mit Blick auf die vielen Aktivitäten, die zur Zeit von beruflich und ehrenamtlich Tätigen in der Pflege entfaltet würden, betonte Handermann: „Ich bin sicher, dass wir auch mit dem großen Engagement der Mitglieder der Konferenz Alter und Pflege für die Menschen im Kreis Höxter ein Stück Zukunft gestalten können.“
 

Hintergrundinformation

Zur Umsetzung der Aufgaben nach dem Alten- und Pflegegesetz NRW hatte der Kreistag am 12. Februar 2015 die Aufgliederung der Kommunalen Gesundheits- und Pflegekonferenz in zwei Konferenzen beschlossen: die Kommunale Gesundheitskonferenz unter dem Vorsitz von Kreisdirektor Klaus Schumacher und die Kommunale Konferenz Alter und Pflege unter dem Vorsitz des Leiters des Fachbereichs für Familie, Jugend und Soziales, Gerhard Handermann. 

Aufgaben der Konferenz Alter und Pflege
Zu den Aufgaben der neuen Konferenz Alter und Pflege gehören u.a.:

  • die Mitwirkung bei der kommunalen Pflegeplanung,
  • die Sicherung und Weiterentwicklung örtlicher Angebotsstrukturen
  • die Unterstützung bei der Koordination von Aufgaben, insbesondere
  • im Bereich der Beratung und des Fallmanagements
  • die Mitwirkung an der Schaffung von altengerechten Quartiersstrukturen – auch unter Einbeziehung neuer Wohn- und Pflegeformen,
  • und die Beratung von Investitionsvorhaben bei teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen.