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Elternrat beeinflusst häufig die Berufswahl

„Eine erfolgreiche Nachwuchsgewinnung muss auch die Eltern einbinden“ – so lautete die Kernbotschaft der Fachveranstaltung „Ausbildungsmarketing für die ‚Generation Internet‘“, zu der die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, der Kreis Höxter und die OstWestfalenLippe GmbH in die Aula des Kreishauses eingeladen hatten.

Wie Betriebe mit ihrem Ausbildungsmarketing gezielt Eltern als Zielgruppe ansprechen können, erläuterten (v. l.) Marko Kieschnik (Egger Beschichtungswerk Marienmünster), Dominic Gehle (Leiter der Abteilung Bildung und Integration des Kreises Höxter), Claudia Jockisch (Abteilung Bildung und Integration des Kreises Höxter), Anne Goeken-Schmidt (Goeken backen Bad Driburg), Bernd Potthast (Potthast & Sagel Marienmünster), Kreisdirektor Klaus Schumacher und Klaus-Peter Jansen (Projektleiter der OstWestfalenLippe GmbH).

Kreisdirektor Klaus Schumacher konnte rund 60 Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen aus der Region und darüber hinaus begrüßen, die sich über die vorherrschenden Lebenswelten und Wertemodelle des Fachkräftenachwuchses informierten.

„Betriebe, die im Wettbewerb um Auszubildende erfolgreich sein wollen, brauchen zuerst einmal Verständnis für die junge Generation. Es ist wichtig zu wissen, wie Schülerinnen und Schüler heutzutage ticken, weil sie viele Dinge anders sehen als noch ihre Vorgängergeneration“, so Schumacher.

„Den größten Einfluss auf die Jugendlichen heutzutage haben sicherlich die digitalen Medien, weshalb man häufig von der ‚Genration Internet‘ spricht. Sie wollen ständig mit der Welt und ihren Freunden kommunizieren. Ausbildungsbetriebe müssen deshalb um ihre Aufmerksamkeit regelrecht buhlen“, erklärte Referent Klaus-Peter Jansen, Projektleiter der OstWestfalenLippe GmbH.

Eine wichtige Rolle bei der Berufswahl spielten auch die Eltern. „Häufig können sie die Fähigkeiten und Wünsche ihrer Kinder gut einschätzen und helfen mit Ratschlägen weiter. Studien belegen, dass Jugendlichen das sehr schätzen“, so Jansen. Allerdings wünschten sich auch viele Eltern ein besseres Informationsangebot über Ausbildungsmöglichkeiten.

Jansen empfahl den Unternehmensvertretern deshalb, bei ihrem Ausbildungsmarketing auch die Perspektive der Eltern zu berücksichtigen. „Möglich sind zum Beispiel Eltern-Seiten auf der Betriebshomepage, spezielle Flyer die sich an Väter und Mütter richten oder Eltern-Informationstage“, sagte er.

Als gutes Beispiel für die erfolgreiche Einbindung der Eltern in die Berufsorientierung ihrer Kinder nannte Jansen auch den Tag der offenen Betriebstür, bei dem sich im Kreis Höxter bislang über 400 Jugendliche gemeinsam mit ihren Vätern oder Müttern in den Betrieben direkt über Ausbildungsmöglichkeiten informiert haben.

Im Anschluss an seinen Vortrag präsentierten mit Bernd Potthast, Anne Goeken-Schmidt und Marko Kieschnik regionale Unternehmerinnen und Unternehmer, wie sie in ihren Betrieben insbesondere durch aktive Ansprache der Eltern Auszubildende gewinnen.


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