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Enten und Gänse müssen vor jedem Transport untersucht werden

Enten und Gänse dürfen nur dann transportiert werden, wenn durch eine Untersuchung nachgewiesen wurde, dass die Tiere keine Geflügelpesterreger in sich tragen. „Der Nachweis ist innerhalb von sieben Tage vor dem Transport zu erbringen“, erklärt Amtstierärztin Dr. Anke Rothe vom Veterinärdienst des Kreises Höxter. 

Nachdem der hoch ansteckende Krankheitserreger in zwei niedersächsischen Geflügelbetrieben aufgetreten war, erließ das Bundeslandwirtschaftsministerium zum Schutz vor einer Gefährdung durch die Geflügelpest (Vogelgrippe) eine entsprechende Eil-Verordnung. Die Untersuchungspflicht gilt für alle Gänse- und Entenhalter, unabhängig von der Größe ihres Tierbestandes. Nur wenn das Testergebnis negativ ist, die Tiere also keinen Erreger in sich tragen, dürfen sie in andere Bestände, zu Märkten oder zur Schlachtung gebracht werden.

„Enten und Gänse zeigen im Gegensatz zu Puten und Hühnern nur geringe oder gar keine  Anzeichen einer Erkrankung, wenn sie sich mit dem Erreger H5N8 infiziert haben“, erklärt  Dr. Rothe den Hintergrund der Maßnahme. Damit sei das Risiko hoch, dass infizierte Tiere transportiert würden, ohne dass dies erkannt würde. 

„Die Untersuchungspflicht dient dem Schutz vor einer unerkannten Ausbreitung und ist sehr ernst zu nehmen“, appelliert die Amtstierärztin an die Gänse- und Entenhalter im Kreisgebiet. Auch Tierhalter, die Enten und Gänse übernehmen, müssen sich den entsprechenden Nachweis vorlegen lassen. Wer ohne Untersuchung Enten und Gänse transportiert, gefährdet die Geflügelbestände im Land und muss deshalb mit einem hohen  Bußgeld rechnen.

2014 waren im Kreis Höxter rund 2000 Enten und Gänse in etwa 200 Kleinhaltungen registriert. „Es ist jedoch davon auszugehen, dass die meisten dieser Tiere gegen Ende des vergangenen Jahres geschlachtet wurden“, so Rothe.

Wie ist der Nachweis zu erbringen?

Innerhalb von sieben Tagen vor dem Transport werden im Tierbestand mit Tupfern Proben genommen. Der Tierhalter kann die Proben selbst nehmen oder nehmen lassen und einsenden. Die Untersuchung kann in jedem hierfür zugelassenen Labor erfolgen. Die Untersuchungspflicht gilt für die zum Transport vorgesehenen Enten und Gänse.

Wer Fragen hat, wendet sich an den Veterinärdienst des Kreises Höxter, Telefon 05271 965-2310.