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Kommunen können bei Sanierung von Straßen und Wegen viele Millionen Euro sparen

Beim Erhalt des Straßen- und Wegenetzes im Kreis Höxter können die Kommunen in den nächsten 20 Jahren rund 32 Millionen einsparen. Das ist das Ergebnis eines Gutachtens, das der Kreis Höxter in Auftrag gegeben hat. Mit der Erarbeitung dieses strategischen Straßen- und Wirtschaftswegekonzepts hat der Kreis Höxter einen bundesweit einzigartigen Weg beschritten, der für viele Kommunen Vorbild sein wird.

Ziel ist die Sicherung einer zukunftsfähigen Verkehrsinfrastruktur, die den Anforderungen einer mobilen Gesellschaft gerecht wird und langfristig finanzierbar bleibt.

Bisherige kommunale Planungen basierten auf der Annahme, dass die bestehende Verkehrsinfrastruktur in vollem Umfang erforderlich ist. Entscheidend für die Sanierung und Erneuerung von Straßen und Wegen war daher in der Regel ihr Zustand.

Mit Blick auf den Strukturwandel in der Landwirtschaft und die Veränderungen der Bevölkerungsstruktur stellte der Landrat des Kreises Höxter, Hubertus Backhaus, die Frage nach der Sanierung völlig neu.
So ist das vom Kreis Höxter in Auftrag gegebene Pilotgutachten von der Frage ausgegangen, welche Wege tatsächlich für die Allgemeinheit von Bedeutung sind und daher weiterhin von der öffentlichen Hand unterhalten werden sollen. Die Antwort liefert das Gutachten, das mit der kreisweiten Beteiligung vielfältiger Interessen- und Nutzergruppen von Straßen und Wegen im Kreis Höxter erarbeitet wurde.

Ergebnis: Der Kreis Höxter und seine zehn Städte unterhalten derzeit ein außerordentlich dichtes Verkehrswegenetz mit 460 Kilometern Kreisstraßen, 1.100 Kilometern Gemeindestraßen und 2.300 Kilometern sonstigen Wegen im ländlichen Raum. Unter der Beteiligung breiter Bevölkerungskreise vor Ort und der Träger öffentlicher Belange, wie Land- und Forstwirtschaft, erarbeiteten die beauftragten Verkehrsexperten ein zukunftsfähiges Straßen- und Wegenetz, das um rund 850 Kilometer gestrafft wurde. Daraus ergibt sich für die Kommunen ein Einsparpotential von rund 1,6 Millionen Euro pro Jahr.

„Unsere Herangehensweise kann bundesweit Schule machen“, ist Backhaus sicher. Die ersten Landkreise aus Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern haben bereits großes Interesse gezeigt, das bundesweit einzigartige Modell zu übernehmen. Ab sofort können der Kreis und die Städte das Gutachten bei anstehenden Straßensanierungen als Entscheidungsgrundlage nutzen.


Mit der Erstellung des bundesweit einzigartigen Gutachtens hatte der Kreis Höxter die Arbeitsgemeinschaft des Planungsbüros ASTOC aus Köln und des Verkehrsplanungsbüro R+T aus Darmstadt beauftragt. Am 1. Juli 2009 übergaben sie das fertig gestellte Konzept an Landrat Hubertus Backhaus.

Allgemein erfolgt die Einteilung der bewerteten Strecken in:

  • Straßen mit überörtlicher Verbindungsfunktion in Ergänzung zu Bundes- und Landesstraßen (Kategorie A)
  • Weitere Straßen und Wege, die der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen müssen (Kategorien B1-B5)
  • Erschließungswege, die lediglich Einzelinteressen dienen (Kategorie C)
  • Im Netzzusammenhang weniger wichtige oder entbehrliche Wege (Kategorie D)
  • Wege, die bereits heute nicht mehr vorhanden sind oder nicht mehr genutzt werden (Kategorie E).

Straßen und Wege der Kategorien A und B bilden das so genannte Kernwegenetz, welches Verbindungs- und Erschließungsfunktionen für den Kfz-, den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr sowie für Radfahrer und Fußgänger sicherstellt. Wege der Kategorien C, D und E stellen das untergeordnete Wegenetz dar.

Die Strukturbildkarten für die einzelnen Städte finden Sie hier:

Weitere Informationen finden Sie hier.

Für Sie zuständig:

Michael Werner ,
Tel.: 05271/965-4000 ,
Fax: 05271/9654999 ,
m.werner@kreis-hoexter.de

Reinhard Diekmann ,
Tel.: 05271/965-4500 ,
Fax: 05271/9654999 ,
r.diekmann@kreis-hoexter.de