Direkteinstieg in:

Tourismus und Kultur

Kreisweites Handlungskonzept

Kooperatives Vorgehen des Kreises Höxter
Der Kreis Höxter ergriff bereits 2009 die Initiative, kreisweites Gesamtkonzept für die Städte entsprechend der Strahlwirkungstheorie erstellen zu lassen. „Die Gewässer im Kreisgebiet sind als zusammenhängendes System zu betrachten“, erklärt Abteilungsleiterin Dr. Kathrin Weiß. „Maßnahmen an einzelnen Gewässern entfalten eine Wirkung auch auf andere Gewässer.“ Unter Federführung des Kreises Höxter schlossen die zehn Städte schon frühzeitig eine Kooperation zur Erarbeitung eines interkommunalen Handlungskonzepts.
Es soll den Städten, die als Gewässerunterhaltungspflichtige für die Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie zuständig sind, als Fahrplan dienen, wo sie bis wann kosteneffizient welche Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerstruktur durchführen müssen, um die Ziele der EG-Wasserrahmenrichtlinie erreichen zu können.

Die Erarbeitung dieses umfangreichen Konzepts für das gesamte Kreisgebiet hat 100.000 Euro gekostet. Mit 80.000 Euro Fördermitteln hat das Land Nordrhein-Westfalen die Erstellung dieses landesweit ersten städteübergreifenden Gesamtkonzepts als Modellprojekt gefördert.

Handlungskonzept und Maßnahmenplan für die Städte im Kreis Höxter
Zum Abschluss des geförderten Pilotprojekts ist das Ergebnis vorgestellt worden. Das „Konzept zur hydromorphologischen Verbesserung der Fließgewässer im Kreis Höxter“, so der fachliche Titel des Handlungsleitfadens für die Städte, dokumentiert, dass im Kreis Höxter zur Erfüllung der EU-Vorgaben 173 Strahlursprünge mit einer Länge von jeweils etwa 800 Meter geschaffen werden müssen.
„Mit diesem Fahrplan können die zehn Städte im Kreis Höxter sofort an den Start gehen und von den Fördermitteln des Landes in Höhe von rund 80 bis 90 Prozent der Kosten profitieren“, verdeutlicht Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi  den Vorteil schnellen Handelns.

Das Handlungskonzept legt Fließgewässerabschnitte im Kreisgebiet fest, in denen sich durch Renaturierungsmaßnahmen zur Strukturverbesserung Wasserlebewesen ansiedeln und fortpflanzen können. Alle im Detail noch zu planenden Maßnahmenmüssen darauf ausgerichtet sein, dass sie notwendig und sinnvoll sind, ohne dass sie zu negativen Einschränkungen der signifikanten Nutzungen führen.

Konzept zur hydromorphologischen Verbesserung der Fließgewässer im Kreis Höxter

Modell für das Land
Mit seinem gemeinschaftlichen Vorgehen hat der Kreis Höxter die Umsetzungsvorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen bereits jetzt erfüllt. Das NRW-Programm Lebendige Gewässer gibt vor, dass zur Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie Kooperationen gebildet werden sollen, an denen die Gewässerunterhaltungspflichtigen, die untere und obere Wasserbehörde sowie die untere Landschaftsbehörde beteiligt sind. Das Land NRW empfiehlt, dass die untere Wasserbehörde die Federführung übernimmt. Diese Kooperationen sollen dann einen Umsetzungsfahrplan erstellen aus dem hervorgeht, wo bis wann kosteneffizient Maßnahmen durchgeführt werden müssen.
Dies entspricht genau der Marschroute, die der Kreis Höxter bereits seit Mitte 2009 intensiv verfolgt. Damit kann der Kreis Höxter mit seinem städteübergreifenden Handlungskonzept als Modell für andere Kreise in Nordrhein-Westfalen dienen.

Gute Beispiele im Kreis Höxter
Gute Beispiele für erfolgreich umgesetzte Maßnahmen zur Erreichung eines guten ökologischen Zustands von Fließgewässern im Kreis Höxter bietet das Gewässerentwicklungsprojekt des Kreises Höxter. Im Rahmen eines vom Land Nordrhein-Westfalen geförderten Pilotprojekts setzt der Kreis Höxter an zehn ausgewählten Abschnitten heimischer Fließgewässer in allen zehn Städten modellhaft Maßnahmen zur naturnahen Verbesserung der Gewässerstruktur durch.

Zum Gewässerentwicklungsprojekt

Ansprechpartnerin

Dr. Kathrin Weiß ,
Tel.: 05271/965-4400 ,
Fax: 05271/9654498 ,
k.weiss@kreis-hoexter.de