Regierungspräsidentin Thomann-Stahl überreichte Landrat Spieker den Förderbescheid
Land fördert Gewässerentwicklungsprojekt des Kreises Höxter mit weiteren 512.000 Euro Fördermitteln
Große Freude beim Kreis Höxter: Fördermittel des Landes in Höhe von 512.000 Euro erhält der Kreis für die nächsten zwei Jahre. Damit wird das 2008 gestartete Gewässerentwicklungsprojekt bis 2013 weitergeführt. "Wir freuen uns sehr über die weitere Förderung und sehen darin eine Bestätigung der guten Projektarbeit", so Landrat Friedhelm Spieker.
Den Förderbescheid überreichte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl zu Beginn der Konferenz zum Thema „Lebendige Gewässer in Ostwestfalen-Lippe“an Landrat Friedhelm Spieker. Fördergelder für Gewässerprojekte erhalten auch die Kreise Lippe, Herford und Minden-Lübbecke. „Die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ist für uns alle eine Herausforderung und gleichzeitig eine Chance, den Zustand unserer Gewässer zu verbessern“, betonte die Regierungspräsidentin.
Große Freude über Geldsegen des Landes für die Verbesserung der Gewässer in der Region (v.l.): Landrat Friedhelm Spieker, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Landrat Friedel Heuwinkel, Landrat Dr. Ralf Niermann.
An der Konferenz im Detmolder Regierungspräsidium nahmen auf Einladung der Regierungspräsidentin Bügrer sowie Vertreter von Kommunen, Kreisen, Verbänden und Interessensgruppen teil. Rund 250 Teilnehmer kamen und informierten sich bei zahlreichen Vorträgen über unterschiedliche Projekte zur Verbesserung der heimischen Gewässer.
„Wir gehen davon aus, dass diese Konferenz dazu beiträgt, dass die Nachfrage nach Fördermitteln für Gewässerprojekte noch weiter forciert wird. Damit sind wir in OWL auf einem guten Weg, die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie zu erreichen“, so Birgit Rehsies, Dezernentin Wasserrahmenrichtlinie bei der Bezirksregierung Detmold. Das Land NRW unterstützt Maßnahmen, mit denen das Ziel erreicht werden soll, weiterhin mit einer bis zu 80-prozentigen Förderung.
Im Rahmen des Gewässerentwicklungsprojekts des Kreises Höxter werden in Kooperation mit den zehn Städten bis 2013 weitere Gewässerabschnitte ausgewählter Flüsse und Bäche im Kreisgebiet ökologisch verbessert. "Im Wesentlichen geht es um die Strukturverbesserung der Gewässer und um die Beseitigung von Wanderhindernissen für Fische sowie im und am Wasser lebenden Kleinlebewesen", erklärt der Leiter des Gewässerentwicklungsprojekts des Kreises Höxter, Ulrich Wycisk.
Schwerpunkte der im Gewässerentwicklungsprojekt durchgeführten Maßnahmen sind beispielsweise:
- die Wiederherstellung der Längsdurchgängigkeit durch den Rückbau von Querbauwerken
- die Offenlegung verrohrter Gewässerabschnitte
- die Aufweitungen von Gewässern und Einbau von Strömungslenkern
- der Einbau von Strukturelementen wie Totholz und Störsteine
- die Sicherung von Uferstreifen
- die Aufwertung der Uferstreifen durch Entfernung nicht standortgerechter Gehölze und Pflanzung von standortgerechten Gehölzen
Im Sinne der EG-Wasserrahmenrichtlinie führt dies zu einer Verbesserung der Lebensbedingungen von Pflanzen und Tieren.