Regierungspräsidentin von der Arbeit
des Vereins „Brücke – MOCT“ beeindruckt
„Integration ist eine der wichtigsten Gesellschaftsaufgaben“, machte Landrat Friedhelm Spieker deutlich, welche Bedeutung das vernünftige Miteinander auch im Kreis Höxter besitzt. Wie hervorragend das Thema angegangen werden kann, beweist der Verein „Brücke – MOCT“ in Höxter, der deshalb nun Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl in seinen Räumen in der Ostpreußenstraße begrüßen konnte.
(von links): Olga Wagner, Tatjana Diener, Irina Shteynepreys, Vorsitzende Elena Kern, Reinhard Schmitz, Integrationsbeauftragter der Bezirksregierung, Landrat Friedhelm Spieker, Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Dr. Klaus Drathen, Leiter des Integrationsbüros des Kreises Höxter, Bürgermeister Alexander Fischer sowie vom Integrationsbüro Markus Gabriel und Sarah Fricke.
„Durch meine Besuche bei den Migrantenorganisationen in OWL möchte ich deren Arbeit wert-schätzen, ihre Probleme kennenlernen und Hilfe anbieten“, sagte Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, die aus Detmold Reinhard Schmitz, den Integrationsbeauftragten der Bezirksre-gierung, mitgebracht hatte. „Die Organisationen leisten einen wertvollen Beitrag zur Integration. Sie sollen wissen, dass wir an ihrer Seite stehen, wenn es darum geht, Teilhabe an Bildung, Ar-beit, Kultur, Sport und Politik auszubauen.“
Auch Alexander Fischer, Bürgermeister der Stadt Höxter, freute sich über die sehr erfolgreiche Arbeit des Vereins und lobte das umfangreiche Angebot: „Integration fängt im Kleinen an. Deshalb ist es ganz wichtig, was sie leisten und wie sie es leisten.“ Dr. Klaus Drathen, Leiter des Integrationsbüros des Kreises Höxter, sowie Sarah Fricke und Markus Gabriel vom Integrationsbüro unterstrichen die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Verein. „Der Besuch der Regierungspräsi-dentin ist eine große Ehre für uns“, sagte die Vorsitzende Elena Kern. „Er ist gleichzeitig eine gute Motivation, unser gutes Niveau zu halten und noch zu verbessern.“
Der Verein „Brücke-MOCT e.V.“ wurde im Juni 2009 von einer Gruppe engagierter Aussiedler gegründet und hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Isolation und Benachteiligung von Migranten aufzuheben sowie deren Eigeninitiative, Fähigkeiten und Kompetenzen zu fördern. „Unser Verein fördert durch seine Arbeit das bürgerschaftliche Engagement und möchte Menschen – mit und ohne Migrationshintergrund – nicht nur stärken und sie in ihren beruflichen Ambitionen unterstützen, sondern auch in Notlagen mit Rat und Tat zur Seite stehen“, erläutert erste Vorsitzende Elena Kern.
„Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit liegt bei der Kinder- und Jugendarbeit“, weist Elena Kern auf verschiedene Projekte hin. „In letzter Zeit haben wir viele Kooperationen mit unterschiedlichen Institutionen geknüpft, was unsere Arbeit sehr bereichert. Im Verein sind etwa 50 Familien als Mitglieder aktiv, wobei die Angebote des Vereines von mehr als 2000 Menschen kreisweit ge-nutzt werden.“ Großen Wert legt der Verein darauf, dass sich die Menschen mit ihren eigenen Ideen einbringen können.
„Der Verein hat sich in den ersten beiden Jahren seiner Existenz zum stärksten und engagiertesten Partner des Integrationsbüros entwickelt“, unterstreicht Dr. Klaus Drathen, Leiter des Integrationsbüros des Kreises Höxter, die Bedeutung von „Brücke-MOCT“. Er begleite das Integrationsbüro nicht nur in Projekten des Kreises, wie zum Beispiel die KOMM-IN Projekte, son-dern sei selbst Träger verschiedener Projekte. Dazu zähle mit Unterstützung des Landes NRW der Betrieb eines interkulturellen Zentrums mit Beratungsangeboten in Höxter und Brakel. Weitere Standorte in Bad Driburg und Warburg seien in Planung.
Zu dem Schwerpunkt auf der Kinder- und Jugendarbeit passe das große Engagement, das der Verein in Kooperation mit Kindertagesstätten bei der Durchführung von kulturübergreifenden Maßnahmen für Kinder zu den Themen Ernährung, Märchen oder Malen an den Tag lege. „Mit dem Verein hat das Integrationsbüro erstmals einen kreisweiten Akteur, der zudem überkonfessionell ist und sich an alle Ethnien richtet“, sprach Drathen den Vorstandmitgliedern Elena Kern, Olga Wagner, Tatjana Diener und Irina Shteynepreys stellvertretend seinen Dank aus.