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Pilotprojekt „Tag der offenen Betriebstür“

Von der Schulbank an die Werkbank

Insgesamt 16 Betriebe haben beim Pilotprojekt „Tag der offenen Betriebstür“ interessierten Schülerinnen und Schülern, sowie deren Eltern einen Einblick in ihre Arbeitswelt ermöglicht. Die Resonanz war groß: rund 180 Jugendliche und über 200 Erziehungsberechtigte nutzten die Gelegenheit, um sich umfassend über die beruflichen Perspektiven im Kreis Höxter zu informieren.

Einen Vormittag verbrachten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Steinheim, der Realschule Steinheim, der Peter-Hille-Schule Nieheim und der Schule am Holsterberg Nieheim mit ihren Eltern in den Unternehmen. Dabei lernten sie unterschiedliche Berufsfelder wie Bauwesen, Architektur, Vermessung sowie Wirtschaft und Verwaltung kennen.

Gruppenbild "Tage der offenen Betriebstür"

Freuten sich über einen erfolgreichen ersten Tag der offenen Betriebstür: (v. l.) Petra Spier (Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter), Diana Ludwig (Sparkasse Höxter), Dominic Gehle (Kreis Höxter, Leiter der Abteilung Bildung und Integration), Jürgen Spier (Spier Fahrzeugwerk GmbH & Co. KG), Jürgen Behlke (Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld), Kreisdirektor Klaus Schumacher, Gerd Engelmann (Stadt Steinheim), Thomas Göke (Vereinigte Volksbank eG), Frans Lipperts (Handwerkskammer Ostwestfalen zu Bielefeld), Peter Rech (Kreishandwerkerschaft Höxter-Warburg), Dr. Burghard Lehmann (Familie Osthushenrich Stiftung), Nieheims Bürgermeister Rainer Vidal und Melanie Wagner-Thüs (Agentur für Arbeit Paderborn-Höxter).

Für viele der jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer war es der erste Besuch in einem Industrie- oder Handwerksunternehmen. Entsprechend groß war die Neugier. „Ich war schon sehr gespannt auf die Arbeit in dem Unternehmen. Besonders gut hat mir gefallen, dass wir gemeinsam mit den Auszubildenden selber etwas herstellen durften. Das hat richtig Spaß gemacht“, sagte Noah Ahlemeyer. Der 14-Jährige von der Realschule Nieheim schweißte, flexte und nietete in den Werkshallen bei Spier in Steinheim einen metallenen Namensschriftzug des Unternehmens.

„Die Veranstaltung zeichnet aus, dass hier Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern in die Betriebe kommen. Dadurch werden die Eltern für die Begleitung ihrer Kinder bei der Berufswahl sensibilisiert“, so Dominic Gehle vom Kreis Höxter, Leiter der Abteilung Bildung und Integration.

Die Art der Durchführung des Pilotprojektes „Tag der offenen Betriebstür“ im Kreis Höxter war bisher einmalig im Rahmen des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“. Zukünftig soll das Projekt auf das gesamte Kreisgebiet ausgeweitet werden.

Organisiert wurde das Pilotprojekt von einer Planungsgruppe, bestehend aus Vertretern der Städte Steinheim, Nieheim und Marienmünster, der Agentur für Arbeit, den teilnehmenden Schulen, der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer, der Landwirtschaftskammer, der Kreishandwerkerschaft, der Wirtschaftsinitiative im Kreis Höxter und der Kommunalen Koordinierung Kreis Höxter.

„Durch diese Veranstaltung erhalten die Schülerinnen und Schüler die großartige Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen eines Ausbildungsbetriebs zu blicken. Sie können herausfinden, in welchem Beruf sich ihre persönlichen Stärken am Besten einsetzen lassen“, so Kreisdirektor Klaus Schumacher in seiner Begrüßungsrede. Schumacher lobte außerdem die große Resonanz von Schülern und Eltern, sowie das Engagement der teilnehmenden Unternehmen. Er bedankte sich auch bei den zahlreichen Sponsoren wie der Familie-Osthushenrich-Stiftung, der Sparkasse Höxter und der Vereinigten Volksbank.

Stellvertretend für die teilnehmenden Unternehmer dankte Jürgen Spier den Organisatoren für die Veranstaltung. „Solche Aktionen sind sehr wichtig für die Bindung zukünftiger Fachkräfte an den Kreis Höxter. Die Schülerinnen und Schüler können sich aus erster Hand darüber informieren, welche beruflichen Perspektiven sie hier vor Ort haben“, sagte der Geschäftsführer der Spier Fahrzeugwerk GmbH.

Kinder fertigen mit einem Auzí einen Schriftzug

Gemeinsam mit dem Auszubildenden (r.) Erdi Öztürk fertigten die Nieheimer Realschüler (v. l.) Jonas Wiedemeier, Simon Leßmann und Noah Ahlemeyer einen Schriftzug des Unternehmens Spier aus 0,3 Millimeter dickem Blech an.

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