Zufriedene Gesichter bei der Gesundheits- und Pflegekonferenz
Großes Lob für gelungene Aktivitäten
Neues Schwerpunktthema: Schlaganfall
Prävention hat sich die Kommunale Gesundheits- und Pflegekonferenz auf ihre Fahnen geschrieben. Wie gut sie mit diesem Konzept fährt, wurde wieder deutlich bei der Jahrestagung im Kreishaus. Nur lobende Worte gab es zu den gelungenen Aktivitäten im letzten Jahr, einstimmig einigten sich die Mitglieder auf das Schwerpunktthema „Schlaganfall“ für 2011/2012.
Zufriedene Gesichter beim Rückblick auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr (von links): Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi (Vorsitzender der Gesundheits- und Pflegekonferenz), Dr. Harald Fischer (Leitender Arzt der Klinik Rosenberg und Diabetologe aus Bad Driburg), Kerstin Weitemeier (Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Höxter/Paderborn), Geschäftsführer Alfred Wiemers und Andreas Drolshagen (Pflegedienstleiter des Seniorenzentrums St. Johannes in Warburg).
Kreisdirektor Dr. Ulrich Conradi als Vorsitzender der Gesundheits- und Pflegekonferenz freute sich, dass mit Dr. Uwe Heckmann, Chefarzt der Neurologie des St. Ansgar Krankenhauses Höxter, ein ausgewiesener Fachmann bereit stehe, um als wissenschaftlicher Leiter einer entsprechenden Arbeitsgruppe die Aktivitäten zum Schwerpunktthema „Schlaganfall“ mit auszuarbeiten. In einem Vortrag führte Dr. Heckmann den Teilnehmern vor Augen, dass als Folge der demographischen Entwicklung innerhalb der nächsten Jahre mit einer erheblichen Zunahme der Patienten mit einem Schlaganfall gerechnet werden müsse. Umso wichtiger seien vorbeugende Maßnahmen, wie sie die Gesundheits- und Pflegekonferenz praktiziere.
Dr. Heckmann legte dar, dass durch eine schnelle und sachgerechte Therapie in einem Behandlungszentrum, einer sogenannten „Stroke-Unit“, eine wesentliche Verbesserung für die Patienten mit einem Schlaganfall zu erreichen sei. „Dazu ist es notwendig alle Beteiligten, von der Erkennung der ersten Symptome durch den Patienten und Angehörigen, über die schnelle Versorgung im Rettungsdienst, bis zur schnellen Diagnostik und Therapie im Behandlungszentrum, miteinander zu vernetzen“, machte er deutlich, das gerade bei einem Schlaganfall jede Minute zähle. „Über eine telemedizinische Anbindung aller Krankenhäuser an das Behandlungszentrum am St. Ansgar Krankenhaus Höxter können die Patienten im Kreis Höxter von dieser Kompetenz profitieren.“
Mit der Wahl des Schwerpunktthemas „Schlaganfall“ wolle man versuchen, die Netzwerkbildung voranzutreiben, ergänzte Dr. Ulrich Conradi. „Durch die Verbesserung der Zusammenarbeit wird insbesondere für die Bevölkerung in ländlichen Gebieten eine Versorgung nach dem besten Stand der Medizin ermöglicht.“ Wie gut Netzwerke im Kreis Höxter schon funktionieren, zeigte der Rückblick auf das vergangene Jahr. Dr. Harald Fischer, Leitender Arzt der Klinik Rosenberg und Diabetologe aus Bad Driburg, zog eine positive Bilanz zu den Aktivitäten rund um das Thema „Diabetes“ im letzten Jahr und sprach dem Geschäftsführer der Gesundheits- und Pflegekonferenz, Alfred Wiemers, einen großen Dank aus für die hervorragende Koordination und Organisation.
Wie effektiv Arbeitsgruppen arbeiten können, schilderte Andreas Drolshagen, Pflegedienstleiter des Seniorenzentrums St. Johannes in Warburg, der noch einmal den im letzten Jahr erstellten Wegweiser „Demenz“ vorstellte. Diese Informationsbroschüre sei eine echte Hilfe für betroffene Familien. Die Präsentation im Rahmen einer Autorenlesung mit Kathrin Hummels in Warburg sei ein voller Erfolg gewesen. Für die Qualität des Wegweisers spreche auch die Tatsache, dass noch immer fast wöchentlich Nachfragen eingingen, sagte Alfred Wiemers.
Kerstin Weitemeier, Geschäftsführerin des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Höxter/Paderborn, berichtete über den Weg in die Selbsthilfe, die Entwicklung der Selbsthilfe und deren Gruppen im Kreis Höxter. Ein großes Lob sprach sie dabei der Gesundheits- und Pflegekonferenz für die stetige und ergebnisorientierte Unterstützung aus. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass Selbsthilfegruppen so stark in die Aktivitäten mit einbezogen werden, dafür sind wir sehr dankbar.“
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